FCK-Stürmer Terrence Boyd konnte seine Chancen gegen Eintracht Braunschweig nicht nutzen. (Foto: IMAGO, IMAGO / Lobeca)

Fußball | 2. Bundesliga

FCK-Stürmer Terrence Boyd: "Ist halt schade"

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Michael Richmann

1:1 - mehr war für den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag gegen Eintracht Braunschweig nicht drin. Ärgerlich. Besonders für FCK-Stürmer Terrence Boyd.

Terrence Boyd war ziemlich geknickt. Der FCK-Stürmer hatte in der 63. Minute die große Chance, den 1. FC Kaiserslautern gegen Eintracht Braunschweig in Führung zu schießen. Tat er aber nicht. Stattdessen lag der Ball in den Armen von Jasmin Fejzic, dem gut aufgelegten Torhüter der Niedersachsen. "Im Nachhinein hätte ich Vollspann in der linken Ecke abladen sollen", sagte der Boyd im Interview mit SWR Sport. "Falsche Entscheidung getroffen. Ist halt schade."

FCK mit dem fünften Unentschieden in Serie

Schade, weil es der Treffer zum 2:1 gewesen wäre. "Da war gerade sowieso das Momentum volle Kanne bei uns - als wir das Gegentor bekommen haben und direkt geantwortet haben. Da haste sofort gemerkt, dass es wieder explosiv ist im Stadion." So blieb es beim 1:1 - dem fünften Unentschieden in Serie. "Ist besser als fünf Niederlagen in Folge", meinte Boyd.

Vorwürfe? "Quatsch", entgegnete Mittelfeldspieler Philipp Klement sofort. "Wichtig ist, dass wir uns die Chancen herausspielen." Doch Party-Laune wollte beim 30-Jährigen auch nicht so recht aufkommen. "Ich bin schon so ein bisschen enttäuscht, weil heute schon auf ein Sieg drin war und wir oftmals eine gute Leistung gezeigt haben und so ein bisschen der Ertrag fehlt." Der Ertrag sind immerhin 15 Punkte und Platz sieben.

FCK muss sich in der 2. Bundesliga "immer noch beweisen

Die ganz euphorischen FCK-Fans zählen schon die Punkte, die die Roten Teufel bis zum Relegationsplatz aufholen müssen - es sind vier. Boyd ist da bescheidener: "Wir sind immer noch der Neuling. Wir müssen uns immer noch beweisen. Und das tun wir jede Woche." Auch die Braunschweiger haben vergangene Saison noch in der Dritten Liga gespielt - und waren dem FCK am Sonntag eigentlich unterlegen. "Wir hatten klar mehr Chancen gehabt. Der Torwart war ein paarmal geschlagen gewesen. Die haben, glaube ich, dreimal auf der Linie geklärt. Da hätten wir natürlich schon gerne drei Punkte", ärgerte sich Boris Tomiak, der Lion Lauberbachs Treffer (52.) schnell wieder ausglich (55.).

VAR kassiert Klements Platzverweis

Philipp Klement stimmte zu: "Ich fand auch, dass wir heute gut im Spiel waren und die besseren Chancen hatten. Und dann bekommen wir wieder ziemlich einfach ein Gegentor und müssen erstmal einem Rückstand hinterherrennen."

Fast hätte der FCK die letzten 20 Minuten ohne den ehemaligen Stuttgarter auf Tore-Jagd gehen müssen. Denn Schiedsrichter Robert Schröder zog nach Klements Foul an Anthony Ujah sofort die Rote Karte (71.). "Ich hatte im Spiel auch das Gefühl, dass ich an den Ball komme und bin deswegen runtergegangen. Es tut mir leid, dass ich ihn am Ende dann doch treffe. Aber das war keine böse Absicht." Das zeigte schließlich auch der Videobeweis, Schröder nahm die Rote Karte zurück und zeigte Klement stattdessen Gelb.

Nun wartet der HSV

"Das war von meiner Warte aus schwer zu sehen. Aber Philipp Klement ist nicht bekannt, der Gegner reihenweise Spieler umgrätscht - er ist eher für die feine Klinge bekannt", sagte FCK-Trainer Dirk Schuster, dem gegen Braunschweig "vieles gepasst" hat, "nur das Ergebnis nicht".

Kommende Woche müssen die Roten Teufel zum Hamburger SV (08.10., ab 20:30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de). Dort wäre das sechste Unentschieden in Serie ein beachtlicher Erfolg. Tomiak gab sich optimistisch, dass der FCK beim Tabellenführer mithalten kann: "Ich denke, dass wir schon auf einem guten Level sind."

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