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Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen Antrag auf Reduzierung der Stadionpacht überarbeitet. Oberbürgermeister Klaus Weichel stellt den Antrag am Samstag um 11 Uhr in der Stadtratsitzung zur Abstimmung.

Die im Vorfeld umstrittene Forderung nach FCK-Aktien ist nicht Teil des Antrags. Sollte der Antrag am Samstag angenommen werden, würde dies einen Durchbruch in dem seit langer Zeit schwelenden Streit um die Stadionkosten bedeuten.

Der Antrag des FCK enthält fünf zentrale Punkte:

1. Die Grundpacht soll demnach zukünftig 625.000 Euro im Jahr in der 3. Liga und 2,4 Millionen Euro in der 2. Bundesliga betragen.

2. Bei Erfolgen im DFB-Pokal (Erreichen der 2. und 3. Runde) wird die Stadiongesellschaft mit jeweils 40 Prozent der Erlöse beteiligt.

3. Die Zusatzpacht in Abhängigkeit von der Zuschauerzahl in Höhe von 100.000 Euro wird zukünftig bei Erreichen eines Schnitts von 21.000 statt bisher 19.000 Zuschauern fällig.

4. Der FCK gibt Flächen zur Nutzung frei, die an Spieltagen nicht benötigt werden - gegen entsprechende Reduzierung der Ausgangspacht.

5. Der FCK gewährt Sponsoringleistungen im Gegenwert von 100.000 Euro, stellt dabei z.B. 100 Freikarten für soziale Projekte pro Spieltag zur Verfügung.

Hohe Kosten für den Traditionsklub

Der FCK hat seit Jahren mit den hohen Kosten rund um die Spielstätte zu kämpfen. Zur Pacht kommen die Unterhaltskosten, die sich zusammen auf rund 2,5 Millionen Euro belaufen, wie Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt der "Rheinpfalz" sagte.

Grundsätzlich sei der Klub in der 3. Liga finanziell nicht überlebensfähig und sei deshalb auch von der Unterstützung von Investoren abhängig. Durch die Kooperation mit der Stadt wolle der FCK demonstrieren, dass er auch in Zukunft seiner sozialen Verantwortung gerecht werde.

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