Ein Bild aus erfolgreichen Tagen - eine gefüllte Westkurve auf dem Kaiserslauterer Betzenberg. (Foto: imago images, Imago/ Zink)

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Rettung oder Absturz: FCK vor entscheidenden Wochen

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Noch 10 Endspiele hat der 1. FC Kaiserslautern in der dritten Liga. Die große Frage rund um den Betzenberg lautet: Kann der Absturz in die Regionalliga noch verhindert werden?

Vielleicht kommt die Länderspielpause dem 1. FC Kaiserslautern ja entgegen - bei der Suche nach der Form und einer Lösung für die Aufholjagd. Denn die Lage in der dritten Liga wird immer dramatischer. Zehn Spieltage vor Ende der Saison beträgt der Rückstand der Roten Teufel auf einen Nicht- Abstiegsplatz bereits sechs Punkte.

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Auch viele Fans rechnen da bereits mit dem Schlimmsten und sind frustriert. So wie "Adler Betze“, der sich über Twitter in der aktuellen Folge des SWR Sport Podcast "Nur der FCK“ zu Wort gemeldet hat:

@zwitscheridooo Für mich keinerlei Hoffnung mehr, dass ist keine Mannschaft, das sind Angestellte ohne Herz. Über 35 Jahre bin ich von Herzen Lautrer, die Herren verdienen meine Emotionen nicht mehr. Die sollen sich ein Lebtag schämen, was Sie uns angetan haben.

Viele FCK-Fans haben Hoffnung verloren

Keine Einzelmeinung, viele Fans haben den Glauben an ihren FCK verloren, können sich die Auftritte der letzten Wochen kaum erklären. Und dabei hatte der neue Coach beim 2:0 Derbysieg bei Waldhof Mannheim einen optimalen Start. Eigentlich hätte dies der Anfang einer erfolgreichen Serie sein können, vielleicht sogar müssen. Warum das Team dann plötzlich wieder in alte Tugenden verfiel, dafür hat auch die Journalistenrunde bei "Nur der FCK" mit Stefan Kersthold, Sebastian Zobel und Bernd Schmitt keine logischen Antworten auf Lager.

Vielleicht liegt es an den vielen personellen Wechseln und auch Umstellungen, Trainer Antwerpen vertraut eigentlich nie zweimal in Folge der gleichen Mannschaft. Es könnte aber auch sein, dass sich viele Akteure bereits mit ihren Beratern um einen neuen Verein bemühen – wohl wissend, dass ihr Vertrag in der Regionalliga sowieso keine Gültigkeit hat.

FCK-Ikone Feldkamp kritisiert Hengen

Bei "Der Betze brennt" hat der ehemalige Meistertrainer Karl-Heinz Feldkamp einen weiteren Aspekt angesprochen. "Kalli" sieht durch die Nähe von Geschäftsführer Thomas Hengen, der bei den Spielen auf der Bank sitzt und auch Kabinengast ist, die Autorität des Trainers untergraben. Wobei es hier mit Sicherheit eine Absprache gegeben hat. Fakt ist, trotz des Auftakterfolgs scheint Marco Antwerpen noch nicht so richtig angekommen zu sein auf dem Betzenberg.

Was wird aus dem Fritz-Walter-Stadion?

Fakt ist auch: Der Abstieg in die Regionalliga wäre für den Traditionsklub aus Kaiserslautern der absolute Super-Gau. Doch auch mit diesem Szenario müssen sich die Verantwortlichen von FCK und Stadt beschäftigen. Dazu gehört auch die Frage, ob die Roten Teufel auch in der Regionalliga im Fritz-Walter-Stadion spielen könnten. FCK-Experte Bernd Schmitt glaubt nicht daran. "Ich kann mir nicht vorstellen. dass ein Regionalligist FCK noch in diesem Stadion spielt".

FCK und Stadt sind bereits in Gesprächen über das Stadion und ein mögliches Szenario 3. Liga. Doch eine erneute Einigung bei diesem hoch emotionalen Thema dürfte schwierig werden. Bereits in der vergangenen Ausgabe von "Nur der FCK" hatte FCK-Geschäftsführer Voigt angedeutet, dass Regionalliga-Spiele auf dem Betzenberg schwer umzusetzen wären.

Fußball | Podcast Nur der FCK - der SWR Sport Podcast

Wir reden darüber, was die Roten Teufel bewegt. Mit dabei sind Spieler, auch der Trainer, Leute aus dem Verein, ehemalige Rote Teufel und natürlich Betze-Fans. Euer 1. FC Kaiserslautern ganz nah, ganz persönlich, ganz überraschend - mit Stefan Kersthold und Sebastian Zobel. Inside FCK, jede Woche neu.  mehr...

Erneute Diskussion ums Fritz-Walter-Stadion

Nach SWR-Informationen wurde im Kaiserslauterer Stadtrat über die angebliche Forderung des FCK diskutiert, im Falle eines Abstiegs mietfrei im Stadion spielen zu dürfen. Außerdem sollen die Roten Teufel einen Zuschuss zu den Betriebskosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro fordern.

Dem widerspricht FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt gegenüber dem SWR. Der FCK sei nicht mit den genannten Forderungen auf die Stadt zugegangen. Man sei in Gesprächen mit der städtischen Stadiongesellschaft über dieses sensible Thema. Es gehe darum zu klären, unter welchen Bedingungen auch im Fall eines Abstiegs im Fritz-Walter-Stadion gespielt werden könne. Je vertraulicher diese Gespräche abliefen, desto besser.

Klassenerhalt des FCK ist noch möglich

Jetzt wollen wir natürlich nicht alles schlecht reden, es gab ja auch gute Spiele in dieser Saison, wenn auch viel zu wenige. Da aber die Hoffnung bekanntlich auch in der dritten Liga zuletzt stirbt – es sind noch 10 Spiele, es sind noch 30 Punkte zu vergeben. Und so gibt es auch bei den Fans immer noch Optimisten und Mutmacher:

@zwitscheridooo Ich hoffe, dass da doch noch irgendwas in der Mannschaft steckt was man nur irgendwie rauskitzeln muss. Es kann mir keiner erzählen, dass das Antifussballer sind. Was mir Hoffnung macht sind die 10 Spiele und 30 Punkte und das wir hier von Fußball sprechen, da ist alles möglich.

Kaiserslautern

Neue Debatte um Pacht fürs Fritz-Walter-Stadion FCK bestreitet, nach Abstieg in Regionalliga keine Stadionmiete mehr zahlen zu wollen

Der FCK bestreitet, dass er im Fall eines erneuten Abstiegs keine Stadionmiete mehr zahlen will. Nach SWR-Informationen wurde darüber im Stadtrat von Kaiserslautern diskutiert.  mehr...

Am Nachmittag SWR4 Rheinland-Pfalz

Fußball | Podcast Nur der FCK - der SWR Sport Podcast

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