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SWR Sport hatte bereits am Mittwoch darüber berichtet, nun ist es offiziell: Mitglied Martin Wagner tritt zum 1. Oktober 2020 aus dem Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern zurück.

Im Dezember 2019 wurde der aktuelle Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern gewählt. Gewinner dieser Wahl war das sogenannte "Team Merk": Markus Merk, Martin Weimer, Jörg E. Wilhelm und Rainer Keßler. Der ehemalige Profispieler Martin Wagner erhielt bei diesem Mitgliedervotum nicht ausreichend Stimmen, wurde aber nachträglich von den Mitgliedern des Aufsichtsrats in eben diesen gewählt. Nun tritt er zum 1. Oktober 2020 aus diesem Gremium zurück. Der 52-Jährige lege seine Mandate im Beirat der Management GmbH und im Aufsichtsrat "aus beruflichen und persönlichen Gründen nieder", hieß es in einer Mitteilung des viermaligen deutschen Meisters.

"Martin Wagner hat die sportliche Führung, maßgeblich beim Aufbau des Kaders unterstützt, stand jederzeit beratend und unterstützend zur Seite. Intensiv hat er sich vor allem auch um die Optimierung des NLZ gekümmert. Wir hoffen und wünschen uns, dass seine Arbeit zeitnah Früchte trägt und ihm somit die verdiente Wertschätzung zuteil wird", hieß es in einer Mitteilung.

"Der FCK wird immer mein Verein des Herzens bleiben"

"Der FCK wird immer mein Verein des Herzens bleiben. Im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten werde ich auf Wunsch meinen Rat einbringen und natürlich als Fan immer an der Seite sein. Ich wünsche dem Verein und den Verantwortlichen für die Zukunft alles Gute - vor allem gute Entscheidungen", äußerte sich Martin Wagner.

200 Spiele und 30 Tore für den FCK

Martin Wagner war Nationalspieler und WM-Teilnehmer 1994, für die Roten Teufel spielte er zwischen 1992 und 2000. Unvergessen sein Treffer beim 1:0-Sieg im DFB-Pokalfinale 1996 gegen den Karlsruher SC. Kaiserslautern wird als Absteiger aus der Bundesliga Deutscher Pokalsieger. Ein Jahr später steigt der FCK mit dem laufstarken Mittelfeldmann Wagner wieder in die Bundesliga auf und wird 1998 überraschend Deutscher Meister.

Unterschiedliche Auffassungen

Im Vorfeld der Aufsichtsratswahl im Dezember 2019 hatte SWR Sport Martin Wagner gefragt, warum er kandidieren wolle. Wagners Antwort damals: "In der jetzigen Situation ist es wichtig, die Kräfte zu bündeln und als Team alles zu geben, damit dieser wunderbare Verein mit seinen tollen Menschen wieder mehr Freude als Frust erlebt. Es gilt, den Verein im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich zu stabilisieren! Ich habe viel Erfahrung im Bereich des Profifußballs erfahren dürfen, sowohl als Spieler als auch nach meiner aktiven Karriere als Sportler-Berater, und diese möchte ich in dieses Team mit einbringen!"

Warum es Wagner jetzt offenbar nicht mehr wichtig scheint, "die Kräfte zu bündeln und als Team alles zu geben", er stattdessen aus dem Aufsichtsrat zurücktritt, darüber kann aktuell nur spekuliert werden. Nach Informationen von SWR Sport, sollen unter anderem Meinungsverschiedenheiten in der Trainerfrage den Ausschlag gegeben haben.

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