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In Südtirol holt sich der 1. FC Kaiserslautern aktuell den Feinschliff für die kommende Saison. Die soll deutlich stabiler werden. Dafür muss sich auch das neu zusammengesetzte Personal finden und vor allem als Einheit zusammenwachsen. Die Leihe von Felix Götze bleibt weiter ein Geduldsspiel.

Die Vorbereitung auf die neue Spielzeit läuft auf Hochtouren. Aktuell sind die Roten Teufel im Trainingslager im italienischen Mals. 19 Feldspieler und drei Torhüter haben die Reise nach Südtirol angetreten. Vor einer imposanten Alpenkulisse soll der Grundstein gelegt werden für eine deutlich bessere und stabilere Saison.  Die konditionelle Arbeit ist laut FCK-Trainer Marco Antwerpen, der zum ersten Mal die komplette Lauterer Vorbereitung durchführt, abgeschlossen. In knapp drei Wochen startet die neue Spielzeit. Der Fokus liegt jetzt in vielen Trainingseinheiten auf dem Feinschliff. Taktik, Spielzüge, Standards, Abläufe - aber auch das neu zusammengesetzte Mannschaftsgebilde soll schnell als Einheit zusammenwachsen. Die Tage in den Alpen sollen dabei helfen.

Neuverpflichtungen: Der Mix aus Erfahrung und Talenten

Bislang haben die Pfälzer fünf externe Neuzugänge verpflichtet. Dazu mit Jean Zimmer und Daniel Hanslik zwei wichtige Säulen und Leihspieler aus der vergangenen Saison fest an sich gebunden. "Wir sind froh, unseren Capitano wieder an Bord zu haben. Jean ist eine absolute Identifikationsfigur, ein Kind der Region," freute sich FCK-Sportgeschäftsführer Thomas Hengen, der auch mit dem Transfer von Hanslik "viele Variationsmöglichkeiten in der Offensive" sieht.

Mit Mike Wunderlich und René Klingenburg von Viktoria Köln haben die Roten Teufel viel Erfahrung in den Kader geholt. Vor allem Klingenburg kennt die 3. Liga bestens und war für Dynamo Dresden auch schon in zweite Bundesliga aktiv. Unter Lauterns Coach spielte er bei Preußen Münster. Vor allem seine "Persönlichkeit und seine fußballerische Qualität", überzeugten Hengen. Die neueste Verpflichtung Muhammed Kiprit, der von Absteiger Uerdingen kam, soll die Lücke in der Offensive schließen. Der 21-Jährige hat seine Torgefährlichkeit in der 3. Liga mit neun Treffern gezeigt. Mit Julian Niehues und Boris Tomiak konnten man zwei junge Talente aus dem Nachwuchsbereich von Mönchengladbach und Düsseldorf überzeugen, an den Betzenberg zu kommen. Aus der eigenen Jugend bekommt die Neal Gibs die Chance bei den Profis.

FCK-Kader fast vollständig - Götze-Leihe bleibt Geduldsspiel

Im Hotel in Mals ist noch ein Zimmer frei. Ein Platz im Kader auch. Die FCK-Fans hoffen auf die Rückkehr von Felix Götze. Kaiserslautern möchte den 24-Jährigen ein weiteres Jahr vom FC Augsburg ausleihen. Das Problem ist der 2022 auslaufende Vertrag von Götze bei den Schwaben. Dieser müsste erst verlängert werden. Und so wird die erneut angestrebte Leihe weiter ein Geduldsspiel für die Pfälzer. "Wir befinden uns in schwierigen Verhandlungen. Wir sind nicht in der Position, der agierende Verein zu sein. Es liegt ja nicht nur an uns und am Spieler, sondern auch am abgebenden Verein. Im Moment ist es in dem vorgegebenen Rahmen für uns nicht darstellbar. Wir müssen hier die weiteren Entwicklungen abwarten", erklärt Hengen die Situation. Götze ist grundsätzlich bereit eine weitere Saison in Kaiserslautern dranzuhängen.  Dagegen scheint sich die Zeit in der Pfalz für die wechselwilligen Tim Rieder und Hikmet Ciftci dem Ende zuzuneigen. Rieder wird mit Türkgücü München in Verbindung gebracht Ciftci steht vor einem Transfer in die Türkei.

Formkurve zeigt nach oben

Dass das neuformierte Lauterer Team sich immer besser zu finden scheint und die Abstimmungen greifen, zeigen auch teilweise die Ergebnisse. In den bisherigen vier Testspielen blieb Kaiserslautern ungeschlagen. Drei Siege, inklusive eines überzeugenden 4:0 gegen den Zweitligisten SV Sandhausen. Das 1:1-Unentschieden vom Sonntag im Trainingslager gegen den Regionalligisten, die Spvgg Unterhaching, wollte FCK-Trainer Antwerpen nicht überbewerten. Am Morgen hatte noch eine intensive Trainingseinheit auf dem Programm gestanden. "Wir haben die Jungs nicht geschont." Und der erste wirkliche Härtetest steht dann an, wenn zum Saisonauftakt der Absteiger Eintracht Braunschweig an den Betzenberg kommt. Mittlerweile sind die ersten beiden Spieltage exakt terminiert. Sowohl gegen Braunschweig (24. Juli) als auch am zweiten Spiel beim SV Meppen (31. Juli) treten die Roten Teufel samstags an.

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