René Klingenburg und Kevin Kraus vom 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago Images / Kirchner-Media)

"Das kannst du manchmal nicht erklären"

Bärenstarker FCK verblüfft sogar den eigenen Trainer

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Der 1. FC Kaiserslautern auf dem Höhenflug - das hat es in den vergangenen Jahren sehr selten gegeben. Der Torreigen beim TSV Havelse überrascht sogar Trainer Marco Antwerpen.

Der 1. FC Kaiserslautern hat vor der Länderspielpause in der 3. Liga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und den höchsten Sieg seit November 2008 gefeiert.

Beim 6:0 (4:0)-Erfolg am Samstag in Hannover gegen den Tabellenletzten TSV Havelse spielte die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen wie aus einem Guss. Nach zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen dürfen die Pfälzer nun langsam aber sicher in Richtung der Aufstiegsplätze schielen.

FCK-Trainer Antwerpen "fehlen ein bisschen die Worte"

Bereits zur Pause führte der FCK durch Tore von Marlon Ritter (11. Minute), Kevin Kraus (17.), Mike Wunderlich (30.) und Philipp Hercher (44.) mit 4:0. "Mir fehlen ein bisschen die Worte. Ich bin sehr stolz auf die Truppe. Wir haben heute eine super Einstellung an den Tag gelegt", sagte Antwerpen nach der Galavorstellung seiner Mannschaft vor 1986 Zuschauern. "Was wir gerade in der ersten Halbzeit gespielt haben, war schon beeindruckend."

Nach Wiederbeginn schraubte Stürmer Daniel Hanslik das Ergebnis durch seine ersten beiden Saisontreffer in der 48. und 56. Minute noch auf 6:0. Noch wichtiger als die sechs selbst erzielten Tore war Antwerpen aber, dass sein Team erneut zu Null gespielt hatte. Seit 443 Minuten ist FCK-Keeper Matheo Raab nun bereits ohne Gegentor.

Antwerpen: Die Jungs wollten unbedingt die Null stehen haben

Entsprechend zufrieden zeigte sich Antwerpen auch am Tag nach dem Spiel im Gespräch mit SWR Sport. "Wir haben sehr gut nach vorne gespielt, aber auch konsequent verteidigt", so Antwerpen. "Die Jungs wollten unbedingt die Null stehen haben. Und das haben sie eindrucksvoll geschafft."

Dass es neben einer stabilen Defensive mittlerweile auch in der Offensive läuft, dafür hat Antwerpen keine exakte Analyse parat. "Das kannst du im Fußball manchmal nicht erklären. Wir haben Jungs dabei, die haben alle schon Tore erzielt. Für mich war es eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt", sagte Antwerpen.

Hercher: Zweikämpfe sind die Basis

Philipp Hercher, der mittlerweile drei Saisontore auf dem Konto hat, freute sich, dass er der Mannschaft mit seinen aktuellen Leistungen helfen kann. Für die zukünftigen Aufgaben gelte es weiterhin, die Zweikämpfe anzunehmen. Das sei die Basis. "Dass wir fußballerische Qualitäten haben, hat man gestern gesehen. Wenn wir beides auf den Platz bringen, ist es schwer gegen uns zu gewinnen", sagte der Abwehrspieler.

FCK-Profi Klingenburg: "Solche Leistungen fallen nicht vom Himmel"

René Klingenburg berichtete von einer "angenehmen Rückfahrt" nach Kaiserslautern. "Das ein oder andere Bierchen war dabei, schon in der Kabine. Ich glaube, das gehört dazu", sagte der 27-Jährige. Die Mannschaft sei mit "einem schönen Gefühl" in die Heimat aufgebrochen, auch dank der Unterstützung der Fans.

Klingenburg mahnte, nach den erfolgreichen letzten Spielen nicht nachzulassen. "So muss es jetzt weitergehen. Jedem Spieler muss klar, dass solche Leistungen nicht vom Himmel fallen", sagte Klingenburg.

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