Boris Tomiak (1.FC Kaiserslautern) im Zweikampf mit Malik Batmaz (Karlsruher SC). (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | 2. Bundesliga

Rote Teufel kontern den KSC aus

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Der Karlsruher SC war in Kaiserslautern über weite Strecken das bessere Team. Doch dem FCK reichten zwei Konter, um das Spiel in seine Richtung zu drehen.

Terrence Boyd (34.) und Kenny Prince Redondo (86.) schossen die Tore beim glücklichen 2:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern im Derby gegen den Karlsruher SC. Der FCK hielt damit Anschluss an die Spitzengruppe. Für den KSC war es die sechste Pflichtspiel-Niederlage in Serie.

FCK mit guten Start

Kaiserslautern begann vor 43.852 Zuschauern am Betzenberg mit Druck und war zu Beginn überlegen. Das erste Mal gefährlich wurde jedoch der KSC: Marvin Wanitzek zirkelte einen Freistoß um die FCK-Mauer, Andreas Luthe konnte den Ball nur abprallen lassen - doch der FCK konnte letztlich klären (6.). Kaiserslautern hatte mehr vom Spiel und brauchte trotzdem einen Standard für die erste Torgefahr. Doch Terrence Boyds Kopfball nach einer Ecke flog über das Tor (13.).

Danach kam Karlsruhe immer besser in die Partie und erspielte sich mehr und mehr Chancen. Doch Marvin Wanitzek scheiterte aus wenigen Metern am gut reagierenden Luthe (21.) und Malik Batmaz - obwohl völlig alleine am Pfälzer Fünf-Meter-Raum - traf den Ball nicht richtig (26.).

Karlsruhe drückt, Kaiserslautern kontert, Boyd trifft

Mitten in dieser Dominanz-Phase des KSC machte FCK-Torjäger Terrence Boyd sein achtes Saisontor: Nach einer schönen Ballstafette über Philipp Klement und Jean Zimmer auf dem rechten Flügel, drang Marlon Ritter in den Strafraum ein, legte quer und Boyd machte, was Boyd halt so tut - nämlich das 1:0 für den 1. FC Kaiserslautern (34.). "Gefühlt hatten wir zehn Prozent den Ball, aber wir hatten die klareren Chancen. Dirk Schuster weiß, worauf es ankommt, um zu punkten", sagte Torschütze Boyd, der zufrieden bilanzierte: "26 Punkte, das ist eine Top-Ausbeute, so muss es weitergehen."

Karlsruhe ließ sich von dem Gegentreffer jedoch nicht beeindrucken und wurde gleich wieder gefährlich. Doch Jerome Gondorfs Kopfball konnte Luthe parieren (37.). Es war die letzte nennenswerte Aktion in der ersten Halbzeit, und so blieb es bei der schmeichelhaften FCK-Führung zur Pause.

KSC rennt gegen das FCK-Bollwerk an

In der zweiten Halbzeit verlor die Partie an Niveau. Kaiserslautern zog sich zurück, machte die Räume eng und hoffte auf den einen oder anderen Konter. Die konnten die Roten Teufel jedoch zu selten präzise ausspielen. Und Karlsruhe fand kein Mittel, die Pfälzer Abwehr zu überwinden. Auch Distanz-Schüsse (Wanitzek, 67., Fabian Schleusener, 76., Gondorf, 84.) führten die Badener nicht zum Erfolg.

Redondo mit der Entscheidung für den FCK

Auf der anderen Seite hätte der eingewechselte Kenny Prince Redondo fast das Spiel entschieden. Doch Marius Gersbeck konnte Redondos Schuss entschärfen (84.). Zwei Minuten später zielte der 28-Jährige genauer: Aaron Opokus flache Hereingabe rollte am Fünf-Meter-Raum entlang und rutschte zu Redondo am langen Pfosten durch - der musste nur noch einschieben (86.).

KSC steckt wieder im Abstiegskampf

Das 2:0 war die Entscheidung. Der 1. FC Kaiserslautern steht nach dem Sieg mit 26 Punkten auf Platz sieben der 2. Bundesliga und hat nur einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz. Der Karlsruher SC muss sich trotz einer guten Leistung erst einmal wieder mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Zwar steht das Team von Trainer Christian Eichner mit 17 Punkten weiterhin auf Platz zehn, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt jedoch nur noch einen Punkt.

Die Roten Teufel müssen am kommenden Freitag (11.11., 18:30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf antreten. Der Karlsruher SC spielt einen Tag später (12.11., 13:00 Uhr) gegen den FC St. Pauli.

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SWR

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