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Der Aufruf kam von Vereins-Vorstand Gero Scira, der FCK-Fan-Blog "Der Betze brennt" nahm ihn auf und kreierte den Hashtag "Betze hilft". Und auch FCK-Fan Frieder Mathis rief die mehr als 12.500 Mitglieder seiner Facebookgruppe "Wir sind Betze" auf mitzumachen: Gesunde FCK-Freunde sollen Corona-Infizierten und Menschen helfen, die zu den Risikogruppen zählen. 

"Wir wollen FCK-Fans helfen, die betroffen sind", sagt Frieder Mathis und liefert auch die Begründung. "Uns geht es in erster Linie um den FCK, aber auch um die FCK-Fans. Wir sind eine Familie."

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70 Menschen haben schon ihre Hilfe angeboten

Das Internetmagazin "Der Betze brennt" wird bis zu sechs Millionen Mal pro Monat geklickt, auch Frieder Mathis Facebook-Seite hat eine große Verbreitung. Kein Wunder, dass schon nach zwei Tagen 70 Menschen ihre Hilfe angeboten haben.

Eine davon ist Jerusha Müller aus Neustadt. Sie meldete sich sofort und will helfen. Normalerweise ist sie als Betreuerin an einer Grundschule, die aber geschlossen ist. Die Mutter von drei Kindern würde auch FCK-Fans unterstützen, die schon mit dem Coronavirus infiziert sind.

Hilfsaktion wird zum Selbstläufer

Berührungsängste hat sie keine. Ihre Motivation, bei der Aktion mitzumachen, fasst sie so zusammen: "Ich bin gesund, mir geht's gut, ich habe Zeit, ich kann helfen." Möglicherweise komme irgendwann der Zeitpunkt, wo sie Hilfe benötigt. "Dann bin ich auch froh, wenn jemand anderes da ist."

Welche Hilfen können die FCK-Fans anbieten

Kleinere Botengänge, einkaufen, der Gang zur Apotheke - all das können Fans für andere Fans übernehmen, sagt Frieder Mathis. "Das sind Sachen, die wir auch ohne medizinischen Hintergrund machen können", sagt Jerusha Müller.

Schnelle Weiterleitung für schnelle Hilfe

Mittlerweile sind schon die ersten Hilfsgesuche über Frieder Mathis' Facebookseite eingegangen. Er leitet sie sofort weiter, damit schnell geholfen werden kann.

Helfen ist in der aktuellen Situation natürlich das erste Ziel. Aber für Frieder Mathis geht es noch um viel mehr. Er möchte, dass die FCK-Familie in schlechten Zeiten noch etwas mehr zusammenwächst - so wie in Zeiten unter Präsident Norbert Thines (1988-1996).

Wer Lust hat zu helfen: unter Verwendung des Hashtags "betzehilft" kann sich jeder über Facebook, Instagram und Twitter beteiligen.

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