FCK-Trainer Dirk Schuster (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Nach Torspektakel gegen Magdeburg

FCK-Trainer Dirk Schuster: "Ohne Aufregung geht es bei uns nicht"

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Johann Schicklinski

Es war ein echtes Spektakel: Der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Magdeburg trennten sich am sechsten Spieltag der 2. Liga 4:4 (2:3). FCK-Trainer Dirk Schuster war anschließend zufrieden.

Früh 1:0 geführt, 1:3 hinten gelegen, auf 4:3 gestellt, nur um kurz vor Schluss noch den Ausgleich zu fangen. Das Aufsteigerduell in der 2. Bundesliga zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Magdeburg war eine rasante Berg- und Talfahrt.

Dirk Schuster: "Es war wild"

Das sah auch FCK-Trainer Dirk Schuster so. "Es war wild, wenn auch nicht vogelwild. Es war ein Spektakel", sagte Schuster nach der Partie im Interview mit SWR Sport. "Ohne Aufregung geht es bei uns nicht!"

Kaiserslautern ging bereits in der 7. Minute durch Terrence Boyd in Führung, präsentierte sich in der Folge aber völlig von der Rolle und kassierte binnen elf Minuten drei Gegentore. Moritz Kwarteng (11./22.) und Mohammend El Hankouri (17.) drehten das Spiel zugunsten der Gäste. Noch vor der Halbzeit gelang dem FCK durch Boris Tomiak der Anschlusstreffer (40.). Zwei Minuten nach Wiederbeginn traf Philipp Hercher zum 3:3, Mike Wunderlich erzielte in der 66. Minute per Foulelfmeter das 4:3. Durch ein Eigentor von Tomiak zehn Minuten vor dem Ende kamen die Magdeburger aber doch noch zu einem insgesamt verdienten Punkt.

"Wie Tinnitus für das Auge"

Ein kurioser Spielverlauf - auch für Schuster. Dabei hatte seine Mannschaft gut begonnen. "Die frühe Führung spielte uns in die Karten, doch danach sind wir in alte Muster zurückgefallen", sagte der Coach. "Das wir dann mit 1:3 in Rückstand gehen war wie Tinnitus für das Auge."

"Hatten den Sieg nicht verdient"

Die Moral seiner Mannschaft habe aber gestimmt, so der 54-Jährige. Insgesamt sei das Remis gerecht. "Man muss ehrlicherweise sagen, dass wir einen Sieg nicht verdient gehabt hätten. Dass dann der Ausgleich per Eigentor fällt hat da oben irgendjemand geregelt. Das Ergebnis entspricht dem Leistungsniveau."

Mit elf Punkten aus sechs Spielen haben die Roten Teufel einen starken Saisonstart in der 2. Bundesliga hingelegt. Drei Siege und erst eine Pleite sind ein Zeichen dafür, dass der Aufsteiger absolut konkurrenzfähig ist.

Nächste Woche muss der FCK dann zum Südwestduell beim SV Sandhausen (Sonntag, 04.09., 13:30 Uhr) antreten. Gegen die kampf- und defensivstarken Kurpfälzer ist dann vermutlich kein erneutes Spektakel zu erwarten. Das dürfte auch im Sinne von Schuster sein. Gepunktet werden soll natürlich trotzdem.

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Johann Schicklinski

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