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Der 1. FC Kaiserslautern hat bei der Stadtsparkasse Kaiserslautern einen Kredit über 2,6 Millionen Euro in Anspruch genommen, für den der potenzielle Investor Flavio Becca bürgt. Das bestätigte der Klub dem SWR.

Das Vorgehen entspricht der Finanzplanung des FCK, um laufende Kosten für die aktuelle Saison zu decken. Der Kredit muss bis zum Ende des Geschäftsjahres (Ende Juni) zurückgezahlt werden.

Sollte der FCK nicht in der Lage sein, das Geld aufzubringen, muss Becca die Summe zahlen. Nach SWR-Informationen will der FCK weitere Gespräche mit Becca führen, ob er nicht doch dazu bereit wäre, die Bürgschaft in Eigenkapital umzuwandeln. Mit Patrick Gregorius sitzt ein Vertrauter Beccas im Aufsichtsrat der FCK-Kapitalgesellschaft (KgaA).

Es ist noch kein Geld geflossen

Der ehemalige FCK-Finanzvorstand Michael Klatt hatte dem SWR im vergangenen Juni erstmals die Existenz der Bürgschaft bestätigt. "Flavio Becca ist de jure Stand heute noch kein Investor beim FCK", hatte Klatt damals gesagt. Dies sei erst der Fall, wenn die Bürgschaft in Eigenkapital umgewandelt sei.

Als mögliche Summe für einen Einstieg standen monatelang 25 Millionen Euro im Raum, die Becca zur Rettung und Entwicklung des FCK zu zahlen bereit sei. Geld ist aber bis heute nicht geflossen.

Durch die Hinhaltetaktik des Luxemburgers stehen die FCK-Bosse um Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt mittlerweile mit weiteren möglichen Investoren in Verhandlungen, unter anderem der sogenannten regionalen Investorengruppe.

Kein Blanko-Scheck für den FCK

Nach der Jahreshauptversammlung Anfang Dezember, bei der das Team um den ehemaligen Weltschiedsrichter Markus Merk in den Aufsichtsrat gewählt worden war, hatte Becca eine Neubewertung der Situation angekündigt: "Wir werden uns das ansehen und unsere Entscheidung fällen. Einen Blanko-Scheck bekommen sie jedenfalls nicht - das mache ich nicht", so Becca gegenüber dem "Tageblatt Letzebuerg".

Im Februar hatte Merk bei "SWR Sport in Rheinland-Pfalz" über das aktuelle Verhältnis mit Becca gesprochen. "Wir sind im Gespräch. Und wir haben das immer wieder gesagt: Alle Türen sind offen. Wir verschließen keine Türen. Und im umgekehrten Fall kann ich sagen - auch nach diesen Wochen - es wurde uns von der anderen Seite auch noch keine Türe zugemacht", machte Merk deutlich, dass eine Zusammenarbeit zwischen Klub und dem Luxemburger weiter möglich ist.

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