FCK-Abwehrspieler Boris Tomiak (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 2. Bundesliga

"Immerspieler" Boris Tomiak: Deshalb hat er beim FCK verlängert

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Johann Schicklinski

Boris Tomiak ist beim 1. FC Kaiserslautern ein absoluter Leistungsträger - und der Verteidiger spielt immer. Gegenüber SWR Sport nennt er die Gründe für seine Vertragsverlängerung und blickt aufs Fußballjahr 2023 voraus.

Mehr Stammspieler geht nicht: Boris Tomiak stand in der Hinrunde in allen 17 Spielen für den 1. FC Kaiserslautern auf dem Feld - und zwar immer über die volle Spielzeit. Der 24-Jährige fehlte den Roten Teufeln noch keine einzige Sekunde in dieser Saison. Der Innenverteidiger agierte bei seinen Auftritten souverän, ruhig und abgeklärt - und machte mit seinen Leistungen längst andere Klubs auf sich aufmerksam.

Umso größer die Freude beim und rund um den FCK, als Tomiak vor wenigen Tagen seinen Vertrag bei den Pfälzern langfristig verlängerte (über die Laufzeit machte der Klub keine Angaben). "Wir freuen uns, dass wir einen absoluten Stammspieler halten können", sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen zur wichtigen Personalie: "Es ist ein sehr positives Zeichen, dass Boris die Entwicklung mit uns gemeinsam weitergehen möchte."

Tomiak: "Fühle mich in der Pfalz und Kaiserslautern sehr wohl"

Gegenüber SWR Sport äußerte sich Boris Tomiak im Trainingslager der Pfälzer im türkischen Belek zu seiner Vertragsverlängerung. "Ich fühle mich in der Pfalz und Kaiserslautern sehr, sehr wohl. Ich wurde hier vor anderthalb Jahren sehr gut aufgenommen", sagte der Abwehrspieler.

"Hier steckt noch so viel Potenzial drin"

Dann wurde Tomiak konkreter und nannte Gründe für die Verlängerung seines Kontrakts: "Ich genieße hier sehr viel Vertrauen, vom Trainer und dem Verein. Hier steckt noch so viel Potenzial drin, deswegen hat es für mich Sinn gemacht, zu verlängern."

Auch in Tomiak selbst steckt noch viel Potenzial. Der 24-Jährige hat seit seinem Wechsel von Fortuna Düsseldorf II im Sommer 2021 zu den Roten Teufeln einen kometenhaften Aufstieg hingelegt. 125.000 Euro legten die FCK-Verantwortlichen für den Viertligaspieler auf den Tisch - weil sie an seine Fähigkeiten glaubten. Im damaligen Kontext viel Geld, aber die Summe hat sich längst amortisiert.

Bereits in der 3. Liga war Tomiak Stammkraft, absolvierte 35 Spiele, erzielte dabei fünf Tore und gab drei Vorlagen. Eine starke Bilanz. Eine Klasse höher ist er sogar noch stärker - er ist der "Immerspieler".

Großes Lob von Andreas Luthe

Auch seine Kollegen haben das längst registriert. "Ich habe den Typen vor mir spielen sehen und dann erst gemerkt, wie gut der eigentlich ist", sagte Andreas Luthe in Belek über den Innenverteidiger. Der Keeper muss es wissen, ist er doch mit Abstand der erfahrenste Profi in Reihen des FCK. Luthe attestiert Tomiak sogar "Bundesliga-Format".

Tomiak: "Ich will Verantwortung übernehmen"

Den Innenverteidiger freut das Lob. "Das ist natürlich ein großes Kompliment, wenn jemand, der so viel erreicht hat wie Andreas Luthe, das sagt", meinte Tomiak über das Kompliment seines erfahrenen Kollegen. Über seine Rolle in der Mannschaft sagte der 24-Jährige: "Ich will Verantwortung übernehmen, ich bin jetzt auch in dem Alter dafür - und das werde ich auch tun."

Tomiak lässt bei dieser Aussage keine Zweifel: Er hat große Ambitionen - für sich selbst, aber erst recht auch mit dem FCK.

"Die Mannschaften werden uns jetzt auf dem Zettel haben"

"Am Ende des Tages bleibt unser Ziel, dass wir in der Liga bleiben", sagte Tomiak über sein übergeordnetes Ziel mit dem Aufsteiger. Dass der FCK sensationell nach der Hinrunde auf Platz vier der 2. Liga steht, sei schön, aber vom Mitmischen im Aufstiegsrennen wollte der Abwehrspieler nicht reden: "Klar kann man immer träumen, aber wir wollen uns erst einmal in der Rückrunde genau so gut verkaufen wie in der Hinserie."

Das, so Tomiak, sei schwer genug, denn: "Die Mannschaften werden uns jetzt auf dem Zettel haben."

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Johann Schicklinski

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