FCK-Trainer Dirk Schuster führte 2015 Darmstadt 98 in die Bundesliga (Foto: IMAGO, Imago/foto2press)

Fußball | 2. Bundesliga

FCK-Trainer Dirk Schuster trifft seine alte Liebe

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REDAKTEUR/IN
Michael Spindler

Der 1. FC Kaiserslautern spielt am Sonntag gegen Darmstadt 98, also den Klub, den FCK-Trainer Dirk Schuster 2015 wieder zurück in die Bundesliga geführt hatte.

Dirk Schuster weiß, wie Aufstieg geht, so viel steht fest. Den 1. FC Kaiserslautern hat er schließlich erst vor ein paar Monaten über die Relegation in die zweite Liga bugsiert. Ein echter Husarenstreich, aber ebenso eindrucksvoll war, was ihm mit Darmstadt 98 in den Jahren 2013 bis 2015 gelang: von der dritten Liga schnurstracks ins Oberhaus. Ihm verdankten die Lilien nach sage und schreibe 33 Jahren die Rückkehr in die Bundesliga. Eine Sensation, ein kleines Wunder. Ein Jahr konnte er sich in der ersten Liga halten, dann folgte der Abstieg in die zweite Liga. Aber Dirk Schuster bleibt der Mann, der Darmstadt 98 zurück in den Profifußball geführt hat. Und das ist so bis heute. "Das war eine geile Zeit in Darmstadt und der Durchmarsch mit zwei Aufstiegen war einmalig. So etwas ist nicht planbar", sagt Schuster heute.

Wunder von Darmstadt einmalig

Aktuell heißt der Trainer in Darmstadt Torsten Lieberknecht, und der führt sozusagen das Werk von Dirk Schuster fort. Die Lilien spielen wie in der Vorsaison vorne mit und wollen ein Wörtchen mitreden beim Kampf um den Aufstieg. Aber nicht nur Dirk Schuster hat eine Verbundenheit zum Gegner, auch Lieberknecht hat eine FCK-Vergangenheit. Als "Pfälzer Junge", geboren in Bad Dürkheim, spielte er von 1990 bis 1994 in der A-Jugend und bei den Profis für den 1. FC Kaiserslautern. Auch für ihn ist also die Rückkehr auf den Betzenberg etwas Besonderes. "Da steht ja meine sportliche Wiege, dort bin ich Profi geworden, meine Familie kommt aus der Pfalz. Deshalb ist eine große Sympathie da", beschreibt Lieberknecht seine Gefühlslage.

Darmstadt als Vorbild für den FCK

Der Weg von Darmstadt als Blaupause für den FCK, davon träumt wohl so mancher Fan. "Man soll im Fußball nie etwas ausschließen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering", so die Einschätzung von Dirk Schuster, der den Klassenerhalt als oberstes Ziel für die Lauterer vorgegeben hat. Und dafür ist der FCK auf einem guten Weg. "Wir können mit dem Saisonstart gut leben. Auch der eine Punkt in Sandhausen hilft vielleicht irgendwann mal", glaubt Schuster.

Freundschaften ruhen bis nach dem Spiel

Auch wenn Darmstadt immer für ein Highlight in der Trainerkarriere von Schuster stehen wird und es natürlich noch Kontakte zu den Verantwortlichen gibt – am Wochenende zählt nur der FCK, die Freundschaft ruht, und Schuster hat sich sogar eine Kontaktsperre verordnet. Das Handy bleibt aus von Samstag bis Sonntag nach dem Spiel. Das Ziel ist klar, drei Punkte sollen in der Pfalz bleiben. So selbstbewusst ist Dirk Schuster, auch wenn er zugibt, dass Darmstadt sportlich und wirtschaftlich in den vergangenen Jahren am FCK vorbeigezogen ist. Das Spiel am Sonntag ist aber eine Gelegenheit, den Abstand zu verringern.

Rivalität trotz Sympathien

Auf jeden Fall dürfen die Fans auf dem Betzenberg ein spannendes Duell erwarten, bei dem gegenseitige Sympathie auf sportliche Rivalität trifft. Besonders treffend hat das Torsten Lieberknecht auf den Punkt gebracht: "Ich habe irgendwo die Überschrift gelesen 'der Gegner kommt als Freund'. Ich hätte es umformuliert in 'der Freund kommt als Gegner'."

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