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Der 1. FC Kaiserslautern musste am 31. Spieltag der 3. Liga im Abstiegs-Duell beim VfB Lübeck antreten. Am Ende hieß es 1:1-Unentschieden. Ein Remis, das keines der beiden Teams wirklich weiterbringt.

Die Ausgangssituation im Abstiegskampf war für beide Teams vor dem Spiel ähnlich bedrohlich: Der FCK hatte als Tabellen-18. drei Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. Der VfB Lübeck lag nur einen Zähler hinter Kaiserslautern. Ein Sieg in diesem "Sechs-Punkte-Spiel" war daher für beide Vereine eigentlich Pflicht. Lautern-Trainer Marco Antwerpen veränderte sein Team gegenüber dem 2:2-Unentschieden im Nachholspiel gegen den FSV Zwickau auf einer Position: Kenny-Prince Redondo begann anstelle von Marlon Ritter.

Lübeck geht verdient in Führung

In der Anfangsphase entwickelte sich zunächst ein Spiel ohne große Torchancen. Etwas Glück hatte der FCK nach acht Minuten: Nach einem Rückpass versprang Keeper Avdo Spahic der Ball, den heranstürmenden VfB-Offensivmann Cyrill Akono brachte er mit einem langen Bein zu Fall. Schiedsrichter Florian Exner entschied aber nicht auf Elfmeter, sondern ließ weiterspielen. Für die Pfälzer war dies jedoch kein Wachrüttler, stattdessen erarbeiteten sich die Lübecker zunehmend Anteile am Spiel und näherten sich dem Pfälzer Tor immer gefährlicher an.

Und so fiel die Führung für die Hausherren nach einer halben Stunde nicht unverdient. Wieder war es Akono, der im Strafraum eingelaufen war und ein Zuspiel von Elsamed Ramaj über Spahic hinweg zum 1:0 ins Tor spitzelte. Und kurz vor der Pause musste Spahic noch einmal in höchster Not retten: Eine Flanke von Marvin Thiel wurde durch einen FCK-Abwehrspieler unglücklich in Richtung Tor abgefälscht, Spahic tauchte jedoch blitzschnell in die linke Ecke und parierte den Ball. Das hätte auch der 0:2-Rückstand für den FCK sein können. So ging es mit der knappen Führung der Gastgeber in die Pause.

Joker Hanslik köpft FCK-Ausgleich

Aus dieser kamen die Roten Teufel mit mehr Schwung. Coach Antwerpen wechselte und brachte Elias Huth für Jean Zimmer und Daniel Hanslik für Redondo. Und die Wechsel zahlten sich keine zehn Minuten später aus: Marvin Pourié flankte von rechts, und der eingewechselte Hanslik köpfte die Kugel an die Latte, von der sie zum 1:1-Ausgleich hinter die Linie sprang. Das Spiel war wieder offen.

Im Anschluss an den Ausgleich blieb Kaiserslautern die agilere Mannschaft und drängte auf den Führungstreffer, der VfB ließ sich tief in die eigene Hälfte zurückfallen. Die Lauterer konnten ihre spielerische Überlegenheit aber nicht in weitere Torgefahr umwandeln. Stattdessen wachte Lübeck in den letzten Spielminuten noch einmal auf und drängte nach vorne. Für den FCK ergaben sich Kontergelegenheiten, die die Pfälzer allerdings nicht konsequent ausspielten. FCK-Verteidiger Alexander Winkler sah in der Nachspielzeit noch die Gelb-Rote-Karte. Die hatte aber keine Auswirkungen mehr auf das Ergebnis.

Tabellensituation durch Unentschieden unverändert

So blieb es nach 90 Minuten beim 1:1-Unentschieden. Eine Punkteteilung, die an der Situation im Abstiegskampf nicht viel ändert: Der FCK steht bei noch sieben ausstehenden Spielen mit drei Punkten Abstand zum rettenden Ufer auf Platz 18, Lübeck bleibt Vorletzter.

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