Terrence Boyd auf der Tribüne des Kaiserslauterer Fritz-Walter-Stadions (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 3. Liga

"Boom Boom Boyd" - Neuzugang Terrence Boyd sorgt für Euphorie beim FCK

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Terrence Boyd stand noch keine Minute für den 1. FC Kaiserslautern auf dem Platz - doch der Neuzugang vom Halleschen FC sorgt trotzdem für riesige Euphorie unter den Fans der Roten Teufel. Die Anhänger suchen sogar schon einen Spitznamen für den Stürmer.

Es ist keine Untertreibung zu sagen, dass Winter-Neuzugang Terrence Boyd in Sachen Aufstieg in die 2. Bundesliga der große Hoffnungsträger beim 1. FC Kaiserslautern ist. Der 30-jährige US-Amerikaner könnte das letzte Puzzlestück sein, dass dem Traditionsklub bislang gefehlt hat. Denn die Roten Teufel besitzen viele Qualitäten, insbesondere die starke Defensive und die Homogenität ragen heraus, einen richtigen Torjäger hatten sie indes nicht - zumindest bisher.

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"Der FCK ist ein schlafender Riese" Terrence Boyd: Der Hoffnungsträger des 1. FC Kaiserslautern

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Boyd: "Auf dem Platz und in der Kabine den Anschluss finden"

Hier soll Boyd künftig Abhilfe schaffen. Und die offene und reflektierte Art, die der Mittelstürmer einen Tag nach seiner offiziellen Verpflichtung beim Interview mit SWR Sport an den Tag legte, nährt die Euphorie im Umfeld des pfälzischen Traditionsklubs, dass ihm das rasch gelingen wird. Boyd gab sich nämlich ganz bescheiden - und gleichzeitig sehr klar, was seine Ziele angeht. Sowohl seine persönlichen, als auch die mit der Mannschaft. "Ich muss auf dem Platz und in der Kabine den Anschluss finden, das ist ganz wichtig. Und ich muss sehen, wer fordert was von mir, wie sind die Abläufe", sagte er über seine ersten Schritte beim FCK.

Er wolle "als Externer gut reingleiten", so Boyd weiter. Eine Sonderrolle beansprucht er nicht: "Ich will die Leute kennenlernen und will mich integrieren. Das Teamgefüge steht und funktioniert, da will ich künftig meinen Teil dazu beitragen." Zur reibungslosen Integration gehöre auch, "die Spitznamen der Jungs kennenzulernen, damit ich mit ihnen auf dem Platz lachen kann".

"Boyd Spencer - Zwei Füße für ein Halleluja"

Man ahnt, dass ihm das schnell gelingen wird. Boyd selbst hat noch keinen Spitznamen. SWR Sport rief auf Youtube deshalb dazu auf, dem Sturm-Tank einen ebensolchen zu verpassen. Und die Fans der Roten Teufel zeigen sich kreativ. "Golden Boy" wird er da etwa genannt, was man mit "Der Auserwählte" übersetzten könnte. Boyd als Heilsbringer also? Vielleicht etwas zu viel der Bürde.

Der Kreativität der Anhänger scheinen jedenfalls keine Grenzen gesetzt. So wird der 30-Jährige auch mit dem als Schauspieler unvergessenen Bud Spencer verglichen. Sogar ein passender Filmtitel ist formuliert: "Boyd Spencer - Zwei Füße für ein Halleluja". Ein weiterer Fan hat ebenfalls eine Assoziation mit einem berühmten Film (beziehungsweise einem berühmten Buch) - und textet den Titel auf den Angreifer um: "Der Herr der Bälle - Terrence Boydlin".

Ein User baut sogar darauf, dass Boyd erst nach dem letzten Spieltag der aktuellen Saison einen Spitznamen erhält - der es dann aber in sich haben soll: "Ich erhoffe mir nach dem letzten Spieltag so etwas wie: Boom Boom Boyd!" Und ganz verrückt formuliert es ein anderer Nutzer - offenbar mit einem Faible für Wortspiele: "Torrence Goalyd".

"Ich bin sicher, dass das Sportliche mit der Zeit kommt"

Klar ist also: An möglichen Spitznamen wird es nicht mangeln. Ob die Mannschaft die Vorschläge der Fans aufgreift, wird man sehen. Ziemlich sicher dürfte Boyd jedenfalls bald einen griffigen Rufnamen beim FCK besitzen.

Die Rolle des neuen Publikumslieblings scheint auf dem Betzenberg ohnehin bereits vergeben zu sein - ohne dass Boyd auch nur eine Minute für die Pfälzer auf dem Platz stand. Der Stürmer ist, was das angeht, also bereits angekommen - und für den Rest muss er nun selbst sorgen: "Ich bin sicher, dass das Sportliche mit der Zeit kommt", sagte er. Am besten mit Unterstützung durch "Boom Boom Boyd"!

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