Marco Antwerpen (Foto: SWR)

SWR Sport in RLP | Spurensuche

Wie alles begann: Auf der Spur von FCK-Trainer Marco Antwerpen

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Marco Antwerpen ist seit einem knappen Jahr Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. Zu Beginn seiner Spielerlaufbahn hätten ihm einige aus seinem Heimatverein, dem Königsborner SV, diese Karriere kaum zugetraut. SWR Sport mit einer Spurensuche.

Im neuen Vereinsheim des Königsborner SV, einem Stadtteil der nordrhein-westfälischen Kreisstadt Unna, erinnert nicht mehr viel an die Zeit des Spielers Marco Antwerpen. 2006 zog der Verein um - auf dem alten Sportgelände stehen mittlerweile zwei Supermärkte. Im damals errichteten Neubau sind die Fotos im Kabinengang die letzten Relikte der 1980er und 1990er Jahre, als der heutige FCK-Trainer in Königsborn kicken lernte.

Trotz namhafter Konkurrenz in der Fußball-Region Ruhrgebiet blieb der junge Antwerpen dem Verein lange treu. Seine gesamte Zeit als Jugendfußballer verbrachte der mittlerweile 50-Jährige beim KSV - und rückte nach der A-Jugend in die erste Mannschaft in der Bezirksliga auf. Sein Trainer dort? Ausgerechnet der eigene Patenonkel, Karl-Heinz Korte.

Antwerpen machte schon früh auf sich aufmerksam

Korte, ein Mann mit Fußballsachverstand, früher selbst Zweitliga-Spieler in Erkenschwick und Herford, erinnert sich noch gut an sein Patenkind: "Es war schon früh abzusehen, dass das mit ihm etwas wird." Ab der D-Jugend machte Antwerpen auf sich aufmerksam. Für Korte und seinen damaligen Fußball-Obmann Hans-Jürgen Albert war es deswegen nur eine Frage der Zeit, bis der Stürmer auch im Erwachsenen-Bereich einschlägt. Immer leicht hatten sie es mit ihrem Schützling aber nicht.

Antwerpen ging schon als Spieler vorneweg: "Er war eine wichtige Säule"

"Ich musste ihn ab und zu auch bremsen", sagt Korte über den Spieler Antwerpen, der schon damals sein Herz auf der Zunge trug. "Wenn er sich ungerecht behandelt fühlte, das ist teilweise heute ja auch noch der Fall, dann sagte er dem Schiedsrichter auch seine Meinung." Antwerpen ging schon damals vorneweg. "Er war eine wichtige Säule, auch wenn er noch ziemlich jung war", pflichtet Ex-KSV-Obmann Albert bei.

Antwerpen wusste schon damals, was er wollte - zumindest an den Spieltagen. Im Training nahm sich der großgewachsene Angreifer auch mal eine Pause. "Trainigsfleißig war er jetzt nicht unbedingt", sagt der Patenonkel lächelnd beim Gedanken an die gemeinsamen Abende auf dem Sportplatz in Königsborn in den frühen 1990er-Jahren.

Antwerpen im Training nicht der Fleißigste: "Mit wenig Aufwand schon viel erreicht"

Spielerisch hätte Antwerpen aus seinem Talent wohl mehr herausholen können, sind sich Albert und Korte sicher. "Er hat mit wenig Aufwand schon viel erreicht", sagt Albert, der für Antwerpen wegen seiner lässigen Einstellung zum Training definitiv auch keinen Sprung auf die Trainerbank voraussah. "Da habe ich nie damit gerechnet, dass Marco mal Trainer wird", gibt er heute lachend zu.

Mit großem Interesse verfolgen die beiden heute, wie sich ihr Ex-Spieler schlägt. Sie sind zufrieden. Besonders die Stationen bei Eintracht Braunschweig, die Antwerpen zum Aufstieg coachte, und jetzt beim FCK machen Albert und Korte in der Heimat stolz. Immerhin ist es doch "ein Königsborner Junge, der was erreicht im Fußball", sagt Albert. Die Daumen bleiben deshalb weiter gedrückt beim KSV - und besonders im Hause Korte.

Die Drittligaspieltage sind dort schon geblockt, wie der stolze Patenonkel mit feuchten Augen erzählt. "Wenn der 1. FC Kaiserslautern übertragen wird, dann sitzen meine Frau und ich gerne vor dem Fernseher und drücken Marco die Daumen." Damit der Königsborner Junge seinen Weg in der Welt des Fußballs weitergehen kann.

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