Spieler des 1. FC Kaiserslautern jubeln nach dem 2:1-Sieg gegen Hannover (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/dpa | Uwe Anspach)

Fußball | 2. Bundesliga

Reaktionen zum FCK-Sieg gegen Hannover 96: "Den Betze zum Beben gebracht"

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Johann Schicklinski

Was für eine Rückkehr: Im Eröffnungsspiel der 2. Bundesliga schlug der 1. FC Kaiserslautern Hannover 96 in einem dramatischen Match mit 2:1 (1:0). Danach herrschte bei den Roten Teufeln Freude pur.

Nach vier Jahren in der 3. Liga hat der 1. FC Kaiserslautern ein triumphales Comeback gefeiert. 1.522 Tage nach dem letzten Zweitligaspiel und dem folgenden Abstieg 2018 feierten die Roten Teufel nun einen 2:1-Erfolg gegen das Spitzenteam Hannover 96.

Vor 40.579 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion brachte Mike Wunderlich die Hausherren in der 11. Minute in Führung, die der eingewechselte Havard Nielsen (80.) ausglich. Das Siegtor von Abwehrspieler Kevin Kraus (90.+2) verwandelte den Betzenberg in ein Tollhaus. SWR Sport hat im Anschluss an die Partie die Reaktionen gesammelt.

Kevin Kraus - der "Spieler des Spiels"

Zu seinem Treffer: "Torschütze in der 90. Minute zu sein ist natürlich immer schön - gerade hier auf dem Betzenberg, wenn das ganze Stadion bebt. Ich glaube aber auch, dass der Sieg verdient war, wenn man das Spiel über 90 Minuten sieht. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen und viel Mentalität gezeigt. Wir waren ab der ersten Minute in den Zweikämpfen und haben in der Vorbereitung vier Wochen lang dafür gearbeitet, dass wir auch in der 90. Minute noch da sind."

Zur Euphorie beim 1. FC Kaiserslautern: "Was man hier bewegen kann, hat man schon in den letzten Wochen der abgelaufenen Saison gespürt. Man spürt, was der FCK der Region bedeutet. Wenn man hier vor ausverkauftem Haus alles reinhaut, das spüren die Fans, das kriegt man dann direkt zurück."

FCK-Trainer Dirk Schuster ist hochzufrieden

Zum Sieg gegen Hannover 96: "Gegen eine ambitionierte Mannschaft, die definitiv um den Aufstieg mitspielen möchte, haben wir einen solchen Fight abgeliefert, dass man da nur zufrieden sein kann. Dass es am Ende sogar zu drei Punkten gereicht hat, war etwas glücklich, das muss man ehrlicherweise gestehen. Nach dem Ausgleich hätte ich ebenso wie vor dem Spiel ein Unentschieden unterschrieben. Jetzt genießen wir den Moment, dann gehen wir direkt in die Analyse. Ein bisschen was haben wir auch zu verbessern."

Der Schlüssel zum Erfolg gegen den Aufstiegsaspiranten: "Wir müssen über die Körperlichkeit kommen, wenn wir solch technisch guten Mannschaften auf Augenhöhe begegnen wollen. Das geht nur über die Gemeinschaft, über Zweikämpfe, über Laufstärke und über viel taktische Disziplin. Das haben wir der Mannschaft versucht in der Vorbereitung mit auf den Weg zu geben - und das haben wir gegen Hannover geschafft."

FCK-Abwehrspieler Boris Tomiak freut sich über die Unterstützung der Fans

Über die Anhänger, die "Spitzenreiter, Spitzenreiter" skandiert haben: "Das hört sich gut an (lacht), auch wenn wir die Einzigen sind, die bis jetzt gespielt haben. Ein Sieg zum Auftakt ist natürlich immer gut."

Über das Eröffnungsspiel der 2. Bundesliga: "Wir wollten von Anfang an zeigen, dass wir da sind. Uns nicht verstecken, sondern dagegenhalten. Das haben wir getan, damit haben wir Hannover verunsichert, während es uns gut getan hat."

FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen freut sich über die drei Punkte

Zum Erfolg gegen Hannover trotz Widerständen: "Die individuelle Qualität von Hannover 96 hat man gesehen. Insbesondere in der zweiten Hälfte sind wir ins Wackeln gekommen. Aber wir haben uns dagegen gestemmt und hatten das glücklichere Ende für uns."

Zur Leistung der ersten Halbzeit: "Da haben wir voller Mut gespielt. Das hat Hannover schon überrascht. Dass sie mehr Ballbesitz haben, war vorher schon klar. Wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt und hätten sogar noch mehr daraus machen können."

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