Marco Antwerpen, Trainer 1. FC Kaiserslautern, jubelt mit Spielern (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / HMB Media | HMB Media)

Fußball | 3. Liga

Kleiner Schritt, großer Sieg: Traumstart für FCK-Trainer Marco Antwerpen

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Besser kann eine Amtszeit nicht beginnen. Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt mit dem neuen Trainer Antwerpen direkt das prestigeträchtige Derby in Mannheim. Die zuletzt glücklosen Profis sind erleichtert.

Beste Saisonleistung, verdienter Derbysieger: Der neue Trainer Marco Antwerpen hat beim 1. FC Kaiserslautern einen Traumstart hingelegt und mit einem 2:0 (2:0)-Erfolg beim mit Spannung erwarteten Prestigederby bei Waldhof Mannheim einen kleinen Schritt aus dem Tabellenkeller der 3. Liga gemacht. Nach dem ersten Sieg im Jahr 2021 haben die Roten Teufel mit 24 Zählern nun erstmal ein Drei-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz.

Dabei überraschte Antwerpen mit einer ungewohnten Aufstellung die Gastgeber. Jean Zimmer, der in dieser Woche gleich zum Kapitän ernannt wurde, spielte als Rechtsverteidiger und stellte auf dieser für ihn nicht ungewohnten Position seine ganze Erfahrung unter Beweis. "Wir haben von der ersten Minute an alles reingeworfen, was wir hatten. Wir waren eklig in den Zweikämpfen und wenn mal einer ausgespielt war, dann war sofort der nächste Spieler da. Nur so gewinnt man im Derby, aber so gewinnt man auch andere Spiele", sagte Zimmer.

Der von Ex-Trainer Jeff Saibene zuletzt kaum mehr berücksichtigte Hendrick Zuck spielte ebenfalls von Beginn an und rechtfertigte seine Nominierung mit einer tollen Leistung auf der linken Seite der Viererkette. Zuck war es auch, der Kaiserslautern nach einer Ecke von Zimmer in der 14. Minute aus kurzer Distanz mit 1:0 in Führung schoss. "Ein Derbysieg ist immer geil. Das war einfach ein Wahnsinnsspiel. Man hat bei der Mannschaft gespürt: Wir wollten das gewinnen", sagte Zuck nach den umkämpften 90 Minuten, in denen die sehr körperbetont auftretenden Lauterer sieben Gelbe Karten sammelten.

Auch Antwerpen holte sich wegen Meckerns an der Seitenlinie eine Verwarnung ab. "Wir wollten den Gegner beeindrucken und ich glaube, das ist uns gut gelungen. Grundsätzlich war das heute die Leistung, die wir auch in Zukunft sehen wollen. Die Mannschaft hat ihr Leistungsniveau gezeigt und daran wollen wir uns auch in den kommenden Spielen messen lassen", befand der Coach nach dem wichtigen Auswärtssieg im Carl-Benz-Stadion.

Starker Auftritt von Kleinsorge und Zuck

Einen anderen taktischen Kniff hatte sich Antwerpen auf den beiden Außenbahnen im Mittelfeld überlegt. Kenny Prince Redondo startete rechts, Marius Kleinsorge spielte auf der linken Seite. Kleinsorge zeigte wie Zuck einen starken Auftritt. Nach 20 Minuten zirkelte er den Ball sehenswert zum zweiten Lauterer Tor. Der 25-Jährige beschrieb seinen Treffer so: "Im Training habe ich diese Woche genau dasselbe Tor gemacht. Es war natürlich auch ein bisschen Glück dabei, aber vor allem eine Frage des Willens."

Am kommenden Samstag gilt es für den 1. FC Kaiserslautern nun, den Derbysieg in Mannheim zu veredeln. Dann empfangen die weiter abstiegsgefährdeten Pfälzer zuhause den FC Bayern München II. "Heute werden wir uns sicher alle nochmal zusammensetzen, um den Derbysieg zu genießen. Zurücklehnen werden wir uns nicht. Das kann nur der erste Schritt gewesen sein", betonte Antwerpen.

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