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Auf die Fans des 1. FC Kaiserslautern ist Verlass: Im Abstiegskampf unterstützen die Fanclubs ihren FCK mit einer Spruchband-Aktion. Beim Heimspiel gegen Halle sollen die ersten Motivationssprüche in der Westkurve die Mannschaft anspornen.

Die Woche der Wahrheit beginnt für die Roten Teufel am Samstag auf dem Betzenberg. Mit dem Heimspiel gegen den Halleschen FC werden die letzten zehn Spiele eingeläutet, die über Abstieg oder Klassenerhalt entscheiden. Und jetzt brechen auch die Fanclubs ihr Schweigen, das sie sich bei einer Sitzung des Fanbeirats (Fanvertretung von neun FCK-Regionsvorständen, Anm. d. Red.) auferlegt hatten.

Zeichen gegen Geisterspiele

Alexander Krist, der FCK-Fanbeauftragte, erinnert sich an die mehrheitliche Entscheidung des FCK-Fanbeirates. Nachdem trotz Zuschauerverbot die Ligaspiele fortgesetzt wurden, entschied man sich, ein Zeichen zu setzen: Keine Spruchbänder, keine Fan-Aktionen oder sonstige Aufwertungsversuche.

"Die Fans hatten eine klare Position: Lieber keine Spiele als Spiele ohne Zuschauer. Aber da wusste noch keiner, wie lange sich die Pandemie ziehen würde."

Alexander Krist (FCK-Fanbeauftragter)

Stefan Roßkopf, der Pressesprecher des 1. FC Kaiserslautern, stellt klar: "Es ging dabei nicht um einen Protest gegen die Hygieneauflagen, sondern darum, dass man ohne Zuschauer den Spielbetrieb fortgesetzt hat." Die fehlende Unterstützung sollte ein klares Zeichen setzen: Fußball ohne Fans ist nicht denkbar. Die Geisterspiele waren ein ungewohnt trister Anblick auf dem Betzenberg. Das Signal zeigte Wirkung.

Kehrtwende: Fans wollen Mannschaft mit Botschaften helfen

Doch der Mannschaft ist damit für die kommenden Spiele nicht geholfen. Jetzt folgt die Kehrtwende, denn die Fanclubs wollen ihrem Team im Abstiegskampf zur Seite stehen. Das Höllenfeuer auf dem Betze soll wieder Zündstoff bekommen in Form von motivierenden Botschaften an die Mannschaft. Laut Krist habe sich dies bereits seit einiger Zeit angedeutet. Immer mehr Fanclubs hätten sich mit Ideen zur Unterstützung an ihn gewandt.

"Das könnte ein wichtiger Schulterschluss zwischen Mannschaft, Fangemeinde und Betreuern sein und die Bindung aller Beteiligten wieder stärken."

Alexander Krist (FCK-Fanbeauftragter)

Die Aktion ist zunächst auf die kommenden zwei Heimspiele ausgelegt. Ob und wie es danach weitergehe, liege natürlich auch an der Reaktion der Mannschaft. "Die Fans müssen schon das Gefühl bekommen, dass die Mannschaft es ernst meint“, so Pressesprecher Roßkopf. Die Fangemeinde zeige mit dieser Aktion, dass sie bereit sei, andere Themen hinten anzustellen.

"Die Aktion zeigt das Gespür der Fans, dass es um den Klassenerhalt geht. Sie stellen das Wohl des Vereins über ihr eigenes Wohl."

Stefan Roßkopf (FCK-Pressesprecher)
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