Marlon Ritter, Mike Wunderlich und Philipp Hercher bejubeln den Treffer zum 3:0 für den FCK gegen den TSV Havelse.  (Foto: imago images, IMAGO/Eibner)

Fußball | 3. Liga

Aufstiegshoffnungen und skurriles Saisonfinale in Kaiserslautern

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REDAKTEUR/IN

Nach schweren Jahren und finanziellen Nöten herrscht beim 1.
FC Kaiserslautern wieder große Begeisterung. Nach vier Saisons in der 3. Liga könnte es für den FCK nun endlich mit dem Aufstieg klappen.

Der Kampf um den Aufstieg könnte für den 1. FC Kaiserslautern in dieser Saison ganz skurril enden. Weil Türkgücü München, eigentlicher Gegner der Pfälzer am letzten Spieltag der 3. Fußball-Liga im Fritz-Walter-Stadion, den Betrieb wegen Zahlungsunfähigkeit einstellen musste, hat die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen dann frei. Dem FCK droht im schlimmsten Fall nun das Szenario, sich am 14. Mai auf fremde Hilfe verlassen zu müssen. Die Hoffnung auf eine Rückkehr in die 2. Liga nach vier Jahren ist dennoch groß rund um den Betzenberg.

Erstmals seit zwei Jahren: Vollauslastung im Fritz-Walter-Stadion

Die Fans könnten auch im Saisonendspurt den Unterschied ausmachen: Während bei den verbleibenden Auswärtspartien in Würzburg, Wiesbaden und Köln auf den Rängen mit gefühlten Heimspielen zu rechnen ist, darf das heimische Fritz-Walter-Stadion nach über zwei Jahren wieder voll ausgelastet werden. Wie groß die Euphorie ist, zeigte sich zum Vorverkaufsstart für das Heimspiel gegen Verfolger 1. FC Saarbrücken am 17. April. Der Ansturm auf die Derby-Karten war so groß, dass der Online-Ticketshop der Pfälzer phasenweise nicht erreichbar war.

FCK kann Aufstieg aus eigener Kraft schaffen

Lautern kann den Aufstieg nun wieder aus eigener Kraft schaffen, weil Konkurrent Eintracht Braunschweig in einem Nachholspiel beim VfL Osnabrück nicht über ein 1:1 hinaus kam. In der nach dem Ausstieg Türkgücüs korrigierten Tabelle hat der FCK, der am Samstag den MSV Duisburg empfängt (14.00 Uhr/live bei SWR Sport), als Zweiter mit 54 Punkten zwei Zähler mehr auf dem Konto als Braunschweig. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Vierten Saarbrücken, der allerdings noch ein Spiel mehr hat.

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Heimspiel am letzten Spieltag kann nicht stattfinden

Im Vergleich zu einigen Liga-Konkurrenten reagierte man in Kaiserslautern eher gelassen auf die schlechten Nachrichten aus München, auch wenn dem Club drei Punkte verloren gehen. "Als Fußballer hätten wir es natürlich bevorzugt, wenn die Saison regulär zu Ende gespielt worden wäre und der sportliche Wettbewerb ausschließlich auf dem grünen Rasen entschieden wird. Aber wir haben keinen Einfluss auf die Situation und müssen die Lage daher so annehmen, wie sie ist", sagte FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen. "Am meisten bedauern wir, dass unser Heimspiel am letzten Spieltag nicht mehr stattfinden kann."

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14 Verträge laufen im Sommer aus

Die finanziellen Einbußen - das Stadion wäre im Saisonfinale sicher sehr gut besucht gewesen - dürften trotzdem schmerzen. Jede Menge Arbeit hat Hengen in Sachen Vertragsverlängerungen. Gleich 14 Kontrakte von FCK-Profis laufen am 30. Juni aus. Darunter die von Topscorer Philipp Hercher, Abwehrchef Kevin Kraus und Torwartentdeckung Matheo Raab, der zusammen mit Ersatzkeeper Avdo Spahic schon 19 Mal zu Null spielte.

Planungssicherheit bei Stadionpacht

Planungssicherheit hat der viermalige deutsche Meister dagegen bereits bei der Stadionpacht. Nachdem es deshalb in den vergangenen Jahren medial oft hoch herging, liefen die Verhandlungen dieses Mal deutlich ruhiger ab. Am 7. März beschloss der Kaiserslauterer Stadtrat für die kommenden beiden Spielzeiten eine jährliche Zahlung von 2,4 Millionen Euro für die 2. Bundesliga. In der 3. Liga müssten die Pfälzer weiter 625.000 Euro plus einen Zusatzbeitrag von 100.000 Euro bei einem Zuschauerschnitt von über 21.000 berappen.

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