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Jubel in der Pfalz, Frust in der Kurpfalz: Der 1. FC Kaiserslautern hat das Derby in der 3. Liga beim SV Waldhof Mannheim mit 2:0 (2:0). Entsprechend unterschiedlich fallen die Reaktionen auf das Spiel aus.

Der neue FCK-Trainer Marco Antwerpen feierte mit dem Derbysieg einen perfekten Einstand bei den Roten Teufeln. "Wir haben es geschafft, richtig gut Fußball zu spielen und das Derby zu gewinnen. Wir können alle stolz sein", sagte Antwerpen nach dem Spiel am SWR-Mikrofon.

Zu der stark verbesserten Leistung der FCK-Elf sagte Antwerpen, man habe unter der Woche einen Neustart ausgerufen. "Die Mannschaft ist auch in der Pflicht, weil wir eine Aufgabe haben. Und der wollen wir uns stellen", so Antwerpen.

Glöckner: Lautern mit dem Messer zwischen den Zähnen

Waldhof-Trainer Patrick Glöckner trauerte dagegen den verloren drei Punkten hinterher. "Wir wollten unseren Fans etwas Besonderes bieten. Aber wir waren in einigen Situationen nicht clever genug, um so ein Spiel für uns zu entscheiden", so Glöckner nach dem Abpfiff.

Die Lauterer hätten mit ihrer Erfahrung viele Fouls gezogen und "auch Politik reingebracht", so Glöckner. Zudem habe der Schiedsrichter nicht immer glücklich entschieden. So hatte Glöckner vor der Führung ein Foulspiel gesehen. Bei seinem Team habe dagegen die Durchschlagskraft gefehlt. Dafür hatte er einen hochmotivierten Gegner gesehen: "Es war klar, dass Lautern mit den Messern zwischen den Zähnen kommt."

Zimmer: "Sensationell schön"

Jean Zimmer, unter der Woche von Antwerpen zum neuen FCK-Kapitän befördert, war nach den 90 Minuten sichtlich zufrieden. "Ich glaube, man hat heute die Bedeutung des Spiels von Anfang an gemerkt", sagte Zimmer. Der Derbysieg sei "sensationell schön", das könne man nun zwei, drei Tage genießen und sich dann auf das nächste Spiel vorbereiten.

"Haben zwei frühe Gegentore gefressen"

SVW-Angreifer Dominik Martinovic ärgerte sich, dass es nicht zum Derbysieg gereicht hatte. "Wir haben zwei frühe Gegentore gefressen", so Martinovic, der wie sein Trainer vor dem Führungstreffer ein klares Foul gesehen hatte. "Wir haben versucht, nach dem 2:0 alles nach vorne zu werfen. Aber leider hat es heute nicht geklappt."

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