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Seit der letzten Länderspielpause ist der 1. FC Kaiserslautern ungeschlagen geblieben und hat die Abstiegsplätze der 3. Liga verlassen. Nun heißt es ganz tief Luft holen, denn nach einer weiteren kurzen Unterbrechung steht das Saisonfinale an, in dem es um alles geht.

Die Erleichterung nach dem 3:2 gegen Unterhaching war groß beim 1. FC Kaiserslautern. Einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf der 3. Liga geschlagen und dabei die knappe Führung über die Zeit gebracht. Etwas, was den Roten Teufeln zuletzt beim MSV Duisburg nicht gelungen war, als sie in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich fingen. Dennoch waren beim FCK mit der Ausbeute von sieben Punkten aus den drei Spielen der Englischen Woche alle zufrieden.

Aber Kraft haben die drei engen Spiele in sieben Tagen auch gekostet. Daher gab Trainer Marco Antwerpen seinen Spielern zu Wochenbeginn frei. Durchatmen, bevor die Vorbereitung auf den Liga-Endspurt startet. Vier Spiele stehen noch an, in denen der FCK den Super-GAU, den erstmaligen Absturz in die Viertklassigkeit, unbedingt vermeiden will.

"Haben den Klassenerhalt jetzt wieder in unserer eigenen Hand"

In diesen vier Spiele geht der seit sechs Partien ungeschlagene 1. FC Kaiserslautern mit breiter Brust. "Wir haben den Klassenerhalt jetzt wieder in unserer eigenen Hand", sagte FCK-Profi Philipp Hercher in der Sendung SWR Sport in Rheinland-Pfalz. "Wir gehen jetzt jedes Spiel so an, als ob es ein Endspiel ist." Darauf habe man sich beim FCK schon in der letzten Länderspielpause eingeschworen - es folgten drei Siege und drei Remis. "Damals waren es noch zehn Spiele, jetzt sind es noch vier. Wir werden das jetzt wieder so angehen", sagte Hercher.

Dass man zuvor von Teilen der Öffentlichkeit schon abgeschrieben worden sei, habe die Mannschaft angestachelt, so der 25-Jährige weiter. "Wir wollten eine 'Jetzt-erst-recht-Mentalität' zeigen. Wir als Team funktionieren, in der Kabine funktioniert es. Daher freut es mich sehr, dass wir das in den letzten Spielen gezeigt haben", erzählte der Flügelspieler.

Götze freut sich über freie Tage, bleibt aber fokussiert

Nachlassen ist beim 1. FC Kaiserslautern allerdings nicht erlaubt, dafür ist die Lage im Tabellenkeller der 3. Liga zu eng. "Sieben Punkte aus den drei Spielen, jetzt zwei freie Tage. Das ist natürlich schön", sagte auch Herchers Mannschaftskollege Felix Götze: "Wir sind mit Druck in die letzten Spiele gegangen und haben dem standgehalten. Doch der Druck wird jetzt nicht weniger."

Antwerpen: "Wir sind keine Maschinen"

Auch Coach Antwerpen war anzumerken, dass die ganz große Spannung nach dem eminent wichtigen Spiel gegen Schlusslicht Unterhaching von ihm abgefallen war. Doch sie dürfte bald wieder anwachsen. Deshalb mahnte der 49-Jährige an, die Fokussiertheit unbedingt beizubehalten. "Wir sind keine Maschinen, gehen durch eine harte Zeit, aber haben ordentlich gepunktet. Damit haben wir ein kleines Etappenziel erreicht. Wir wollten nach dem Unterhaching-Spiel die Abstiegsränge verlassen haben - und das haben wir geschafft. Jetzt gilt es, vor den letzten vier Spielen Energie zu tanken", sagte Antwerpen im exklusiven Gespräch mit SWR Sport.

"Wir lehnen uns nicht zurück"

Die zwei freien Tage zu Wochenbeginn seien wichtig für die Köpfe vom Trainerteam und vor allem für die Köpfe der Spieler, so der FCK-Coach. "Wir machen jetzt mal zwei Tage frei, am Mittwoch geht es aber direkt mit einer Doppeleinheit weiter. Wir lehnen uns nicht zurück, sondern gehen dann mit voller Energie in die letzten vier Spiele."

Antwerpen ist optimistisch, dass die Konzentration und nötige Spannung beibehalten werden kann und am Ende der Saison der Klassenerhalt steht. "Wir sind immer positiv geblieben. Das musst du im Fußball auch, sonst blockierst du nur. Und genau so gehen wir das jetzt an und schauen positiv nach vorne."

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