1. FC Kaiserslautern im Mannschaftskreis (Foto: IMAGO, imago1013193717h)

Fußball | 2. Bundesliga

Der FCK will kein One-Hit-Wonder sein: Ohne Zolinski nach Kiel

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Nach dem umjubelten Saisonauftakt gegen Hannover 96 will der 1. FC Kaiserslautern im Spiel gegen Holstein Kiel nachlegen.

Die Euphorie im Umfeld des 1. FC Kaiserslautern könnte kaum größer sein. Durch den Last-Minute-2:1-Sieg gegen Hannover sind die ersten drei Punkte der Saison schon auf dem Konto der Pfälzer. Drei Zähler, die man gegen einen Gegner wie Hannover 96 nicht zwingend eingeplant hatte. Aber es ist nur der erste Schritt auf einem langen Weg bis zum Klassenerhalt.

Gegen Kiel will der FCK genauso weitermachen. Entscheidend für Trainer Dirk Schuster ist, "dass wir unsere Tugenden wieder auf den Platz kriegen, dass wir unsere Mentalität wieder geschlossen ausleben und dass wir genau dieselbe Liebe zum Verteidigen entwickeln, wie wir sie auch gegen Hannover 96 hatten."

FCK ohne Ben Zolinski gegen starken Gegner

Beim Spiel in Kiel muss der FCK auf Neuzugang Ben Zolinski verzichten. Nach einem Zusammenprall im Spiel gegen Hannover musste er ausgewechselt werden. Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass Probleme an der Kniescheibe eine baldige Rückkehr wohl verhindert. Schuster konnte keine genaue Diagnose nennen und auch keine Prognose abgeben, wie lange Zolinski ausfällt. "Wir hoffen, dass er in den nächsten Wochen zur Verfügung steht", so der FCK-Coach.

Der Ausfall tut weh, sagt Schuster, denn gegen einen starken Gegner wie Kiel hätte der Offensivmann der Mannnschaft weiterhelfen können. Es warte eine "gestandene Zweitligamannschaft mit guter individueller Qualität" auf den FCK, die weiß, was sie will und wie man Spiele gewinnt. Auch der Trainer Marcel Rapp ist für Schuster kein Unbekannter: Er war Spieler bei den Stuttgarter Kickers, als Schuster dort trainierte. "Er war damals schon sehr ehrgeizig", erklärt Schuster, der davon ausgeht, dass Rapp diesen Ehrgeiz auch als Trainer hat. "Wir sind gut beraten, wenn wir hundertprozentig alle Sinne brutal geschärft haben und alles abrufen, was in unserer Macht steht." Nur dann hätte seine Mannschaft auch eine Chance gegen Kiel, meint Schuster.

Kiel mit dem Saisonstart unzufrieden

Im Gegensatz zu den Roten Teufeln sind die Kieler mit einem Unentschieden in die Saison gestartet. Das 2:2 bei Absteiger Greuther Fürth sorgte für den ersten kleinen Dämpfer bei den Störchen. Sie waren spielerisch schwächer und retten auch vor allem dank einer Portion Glück den Punkt. Trainer Marcel Rapp und sein Team hatten sich mehr erhofft und wollen jetzt zu Hause zeigen, dass sie es besser können.

FCK-Fans kaufen Ticketkontigent leer

Die Reise nach Kiel ist neben der nach Rostock eine der weitesten für den FCK in der zweiten Liga. Auf die Unterstützung ihrer Fans können sich die Roten Teufel aber trotzdem wieder verlassen. Alle knapp 1500 verfügbaren Tickets für das erste Zweitliga-Auswärtsspiel seit vier Jahren waren schnell vergriffen. Holstein Kiel stockte das Gästekontingent sogar noch mit mehr als 500 weiteren Karten auf. Für Trainer Dirk Schuster ein großer Faktor. Er weiß, "dass wir zum Auswärtsspiel niemals alleine sind, sondern grundsätzlich auf eine große Fanunterstützung bauen können." Seinen Erfahrungen nach habe das die Mannschaft immer gepusht, deshalb ist man in Kaiserslautern dankbar, dass Kiel noch mehr FCK-Fans ins Stadion lässt.

Insgesamt zeigten sich die Störche gegenüber dem FCK bisher sehr gastfreundlich, sendeten sogar einen Tweet in Richtung der Pfälzer.

Wir freuen uns auf eine gute Stimmung und ein faires Spiel am Samstag! Schön, dass Ihr zurück in der 2. Bundesliga seid, @Rote_Teufel! 😊🤝 _ #KSVFCK #KielAhoi https://t.co/uxH9zDGxUg

Wie viel von der Gastfreundschaft auf dem Platz noch übrig bleibt, zeigt sich dann am Samstag.

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SWR

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