Dirk Schuster (Foto: IMAGO, Imago Images / Kirchner Media)

Fußball | 2. Bundesliga

Der FCK zurück in der Heimat - es bleibt intensiv

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Das anstrengende Trainingslager in der Türkei haben die Profis des 1. FC Kaiserslautern hinter sich gebracht. Nach einem Tag Pause gehen die Einheiten nicht weniger intensiv auf dem heimischen Betzenberg weiter.

Es sind noch knapp zwei Wochen Zeit vor dem Rückrundenstart gegen Hannover 96. Knapp 14 Tage, die FCK-Trainer Dirk Schuster bleiben, um sein Team in die bestmögliche Verfassung zu bringen. Nach dem anstrengenden Trainingslager in Belek geht es nicht minder intensiv auf dem heimischen Betzenberg weiter. Mit den Eindrücken aus der Türkei zieht Lauterns Trainer Dirk Schuster ein positives (Zwischen)fazit: "Wir hatten optimale Bedingungen sowohl von Wetter, Platz und Hotel als auch von den Arbeitsbedingungen. Kleiner Wermutstropfen war, dass wir zwei, drei Erkrankte hatten. Ansonsten hat die Mannschaft überragend mitgezogen und dieses umfangreiche und sehr intensive Programm so umgesetzt, wie wir uns das vorgestellt haben."

Und auch Kapitän Jean Zimmer ist zufrieden, "wie wir als Mannschaft mitgezogen haben. Das war nicht immer ganz einfach, morgens so früh raus zum 'Waldspaziergang', wie es der Trainer wahrscheinlich nennen würde. Das gehört in der Vorbereitung dazu. Aber es war schon sehr, sehr intensiv."

Es bleibt intensiv – auch in der Heimat

Kurz nach der Rückkehr hatten die Spieler einen Tag frei. Danach sind sie sofort wieder auf dem heimischen Trainingsplatz gefordert. "Die erste Einheit war zum Reinkommen. Bei der zweiten am Nachmittag ging’s dann richtig zur Sache. Aber das brauchten wir auch", erzählt Schuster gegenüber SWR Sport. Die Grundlagen hat die Mannschaft im Trainingslager gelegt. Jetzt will der der 55-Jährige bis zum Auftakt gegen Hannover 96 vor allem "den Fokus auf die zwei Testspiele die noch anstehen legen. Da erwarten wir in taktischer Hinsicht noch den ein oder anderen Fingerzeig".

Auch die Systemfrage ist bei den Roten Teufel noch nicht final geklärt. "Da erhoffen wir uns Dinge zu sehen, die uns nochmal Aufschlüsse geben. Natürlich kann auch jeder Spieler auf sich aufmerksam machen und zeigen, dass er in die erste Elf will", sagte Schuster. So will er ein rundes Bild bekommen, um seine bestmögliche Mannschaft auf den Platz gegen die Niedersachsen zu bringen.

Für Zimmer und seine Teamkollegen ist das klimatische Kontrastprogramm zwischen dem sonnigen Belek und der kalt-nassen Pfalz grundsätzlich kein Problem. "Man merkt, dass die Plätze etwas schmieriger sind, etwas feuchter. Da müssen wir uns zwei, drei Tage adaptieren und dann geht’s."

Kommt noch ein Neuzugang beim FCK?

Nachdem der FCK zuletzt diverse Verträge wichtiger Leistungsträger wie Marlon Ritter, Kenny Redondo oder Boris Tomiak verlängern konnte, stellt sich die Frage, ob der FCK nach der Leihe von Nicolai Rapp nochmal auf dem Transfermarkt aktiv wird. Trainer Schuster will nichts ausschließen: "Wir sind jetzt nicht massiv auf der Suche. Es müssen verschieden Komponenten passen, sozial und sportlich. Und wirtschaftlich muss es natürlich auch passen. Wintertransfers sind deutlich schwerer zu bewältigen als im Sommer. Wir sondieren den Markt und wenn uns noch was vor die Flinte laufen sollte, werden wir darüber nachdenken."

Sein Kapitän Zimmer glaubt, dass die Mannschaft auch so genügend Qualität besitzt, nach der starken Hinrunde mit 29 Punkten und Tabellenplatz vier. "Wir haben eine gute Truppe zusammen, ein verschworener Haufen. Das ist sehr, sehr wichtig. Wir haben mit Rappo (Nicolai Rapp, Anm. d. Red.) jetzt einen dazu bekommen, der charakterlich super passt, der uns mit Sicherheit auf dem Platz sehr helfen wird - und auch in der Kabine mit seiner Erfahrung. Aber es kann im Fußball aber sehr schnell gehen." Aber auch ohne weiteren Neuzugang stehen den Roten Teufeln erstmal noch weitere intensive Tage bevor.

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