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Der 1. FC Kaiserslautern hat gegen Viktoria Köln Remis gespielt - das zehnte Unentschieden im 18. Drittligaspiel. Damit treten die Pfälzer im Tabellenkeller auf der Stelle. Die Leistung der Roten Teufel zeigt, dass es wohl nur um den Klassenerhalt geht.

Die Situation des 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga bleibt auch im neuen Jahr weiter angespannt. Beim torlosen Unentschieden gegen Viktoria Köln konnten die Pfälzer wie schon so oft in dieser Spielzeit nicht überzeugen. Am Ende war es ein Punkt, der deutlich zu wenig ist. Die Roten Teufel liegen auf Rang 15, 19 Zähler aus 18 Spielen bedeuten weiterhin Abstiegskampf.

Vieles bleibt Stückwerk

Mit Leistungen wie gegen die Rheinländer dürfte der Klassenerhalt ein schwieriges Unterfangen werden. Gegen Köln offenbarte der FCK erneut seine vielen Defizite. Die Roten Teufel präsentieren sich im Angriff weitgehend ungefährlich und zeigten große Mängel im Passspiel. Vieles blieb Stückwerk. Bis auf die Schlussphase agierte die Elf von Trainer Jeff Saibene oft zu passiv.

FCK-Coach Jeff Saibene hadert

"Ich wünsche mir einfach mehr Einzelaktionen, mehr Abschlüsse. Daran hapert es, deswegen schießen wir zu wenig Tore", bemängelte der Coach nach Spielschluss. Der Luxemburger befand, dass "die Mannschaft lebt. Allerdings fehlt die letzte Präzision, vor allem in der Offensive, um so ein Spiel zu gewinnen. Wir müssen daran im Training arbeiten und weiter daran glauben".

Einzig mit der Abwehrleistung konnte Saibene zufrieden sein: "Defensiv waren wir stabil, jeder hat seine Pflicht erfüllt. Ich habe viel Laufbereitschaft gesehen, und so spielst du am Ende auch zu null."

Kraus: "Wir müssen uns in allen Mannschaftsteilen verbessern"

Auch die Spieler wurden deutlich. "Ich glaube, dass in allen Belangen etwas fehlt", sagte Abwehrspieler Kevin Kraus: "Nicht nur in der Offensive. Wir müssen uns in allen Mannschaftsteilen verbessern." Angreifer Marvin Pourié befand: "Wir müssen eigentlich von der ersten Minute an da sein, das war nicht der Fall. Ich bin trotzdem stolz auf die Mannschaft, sie hat alles reingehauen. Aber wir müssen daran arbeiten, unsere Qualität und unser Potenzial öfters abzurufen."

Aydin überzeugt bei seinem Profidebüt

Saibene sorgte schon vor dem Anpfiff für eine Überraschung und verhalf Nachwuchsspieler Anil Aydin zu seinem Profidebüt. Mit dem 65-minütigen Auftritt des Mittelfeldakteurs war er zufrieden. "Er ist sehr talentiert und technisch sehr begabt. Mir macht der Junge Spaß. Er muss jetzt dranbleiben", sagte der Coach.

Großes Thema waren nach Abpfiff auch die schlechten Platzverhältnisse im Fritz-Walter-Stadion, die aber nicht als Ausrede gelten dürfen. Saibene sagte, man habe das schönste Stadion der 3. Liga, aber den schlechtesten Platz. "Ich hoffe wirklich, dass da bald etwas passiert und unternommen wird, denn unter diesen Bedingungen macht das Fußball spielen niemandem Spaß", betonte der 52-Jährige.

Gleich drei Spieler fehlen gelbgesperrt in Verl

Das sah auch Flügelspieler Kenny Prince Redondo so, der beim nächsten Spiel in Verl wie seine Mannschaftskollegen Tim Rieder und Marius Kleinsorge aufgrund der fünften Gelben Karte fehlen wird. "Das war ein richtig schlechter Platz. Die Bedingungen waren aber am Ende für beide Mannschaften gleich", meinte Redondo.

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Wird noch einmal nachgelegt?

Derweil könnte der 1. FC Kaiserslautern in dieser Woche auf dem Transfermarkt aktiv werden. Das ließ Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt im Halbzeitinterview bei "Magenta Sport" durchblicken. "Wir haben im Moment noch einen zu großen Kader. Da wird es sicher noch die eine oder andere Veränderung geben", kündigte er an: "Ob wir in der Lage sind, von extern jemanden dazu zu holen, wird sich denke ich in den nächsten sieben Tagen entscheiden."

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