Marco Antwerpen (Foto: imago images, imago1007937007h)

Fußball | 3. Liga

Der FCK will gegen Dortmund II nachlegen - Hippe mit Vorgeschichte

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Der 1. FC Kaiserslautern reist am Samstag zu Borussia Dortmund II. Innenverteidiger Maximilian Hippe trifft dann auf seine Ex-Kollegen.

Nachdem der FCK der Personal-Not gegen Wehen Wiesbaden am vergangenen Wochenende trotzte und einen knappen 1:0-Sieg einfuhr, wartet jetzt der nächste Gegner, der in der Tabelle nicht weit weg ist. Dortmund II sammelte in den bisherigen sechzehn Liga-Spielen zwei Zähler weniger als die Roten Teufel und belegen derzeit Platz acht. Die Pfälzer könnten sich mit einem Sieg weiter absetzen und unter Umständen sogar vorläufig auf einen Aufstiegsplatz springen.

Einige Rückkehrer wieder im Kader

FCK-Trainer Marco Antwerpen durfte unter der Woche wieder mehrere Rückkehrer auf dem Trainingsplatz begrüßen. René Klingenburg, Philipp Hercher und Muhammed Kiprit sind zurück, während hinter Kapitän Jean Zimmer nach auskurierter Krankheit noch ein Fragezeichen steht. Nach wie vor fehlen Keeper Matheo Raab, Innenverteidiger Kevin Kraus und Marius Kleinsorge - ebenfalls erkrankt. Ob für einige Aushilfskräfte des vergangenen Spiels auch erneut ein Startelf-Einsatz am Samstag in Aussicht steht, ließ Antwerpen auf der heutigen Pressekonferenz noch weitgehend offen: "Ich fand auch, dass die Jungs es am Samstag gut gemacht haben. Es geht aber auch immer um die Ausrichtung, die auf den Gegner ausgelegt ist."

Wer steht beim BVB von den Profis auf dem Platz?

Dahingehend erwartet Antwerpen einen technisch-versierten Gegner, der unter Umständen noch mit Spielern aus der Erstliga-Mannschaft verstärkt wird. Hier sieht der Coach auch einen Unterschied zu Freiburg II, da die Reserve des BVB in seinen Augen immer sehr viel Unterstützung von der ersten Mannschaft bekommt: "Letzte Woche hat Zagadou bei ihnen gespielt. Jetzt müssen wir eben mal sehen, wie ist die Situation bei den Profis selbst und was geben sie nach unten ab." Auf die eigene Ausrichtung haben die Kaderspielchen des BVB aber keine Auswirkungen. "Sie können jetzt auch vier Spieler von oben bekommen, da müssen wir uns eben danach richten, aber die Idee des Fußballs bleibt von einem Trainer ja stets die Gleiche."

Weiße Westen extrem hilfreich

Sehr viel Stolz zeigt der Trainer, als er auf den ligaübergreifenden Rekord seiner Mannschaft von neun Spielen ohne Gegentor angesprochen wird. Schließlich sind die wenigen Gegentreffer ein zentraler Schlüssel zum Erfolg. "Wenn du keine Gegentore bekommst, dann hast du meistens schon einen Punkt sicher", merkt Antwerpen schmunzelnd an.

Hippe kehrt an alte Wirkungsstätte zurück

Eine besondere Konstellation ist es für FCK-Innenverteidiger Maximilian Hippe. Der 23-Jährige spielte vor seinem Wechsel im Sommer zwei Jahre lang für die Reserve des BVB. Er absolvierte 44 Spiele in der Regionalliga West und hatte sogar in dieser Drittliga-Saison noch einen Einsatz für die Westfalen, ehe er sich verletzte und zu den Pfälzern wechselte.

Maximilian Hippe beim BVB (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Revierfoto)
Hippe im Einsatz für die Reserve von Borussia Dortmund. Revierfoto

Die Dimensionen bei beiden Vereinen seien ähnlich, allerdings "ist es in Kaiserslautern ein bisschen größer, weil in Dortmund natürlich der Fokus auf der ersten Mannschaft liegt", erläutert Hippe. Der gebürtige Bielefelder konnte aber seine Erfahrungen beim BVB II nutzen, um seinem jetzigen Team bei der Vorbereitung zu helfen: "Ich habe zwei Jahre unter dem Trainer gespielt und habe natürlich versucht, so gut es ging, taktisch zu zeigen, wie Dortmund II versucht Fußball zu spielen."

Seine eigenen Chancen auf einen langfristigen Stammplatz sieht er gegeben, sofern seine Leistung weiterhin stimmt: "Ich muss jetzt an meine guten Leistungen anknüpfen und dann sehe ich keinen Grund, warum ich nicht weiter spielen sollte." Sein Trainer und er bekräftigen jedenfalls die sehr gute Stimmung auf und neben dem Platz vor der Partie am Samstag. "Mit dem Erfolg kommt vielleicht auch ein bisschen die Leichtigkeit und Lockerheit zurück, die ist dann auch im Training da", erklärt Hippe.

FCK erstmals gegen die BVB-Reserve

Achtzig Duelle lieferten sich der FCK und der BVB in der Bundesliga seit deren Gründung und vor allem das erste Aufeinandertreffen nahm historische Züge an - in der Prämieren-Saison 1963/1964 deklassierte die Borussia die Gäste aus Kaiserslautern im Stadion Rote Erde mit 9:3! Fast sechzig Jahre später steht der FCK nun erstmals der Zweitvertretung des BVB in der 3. Liga gegenüber.

Mario Götze im Zweikampf mit Alexander Bugera am 33. Spieltag 2012 (Foto: imago images, Fishing 4)
Mario Götze im Zweikampf mit Alexander Bugera am 33. Spieltag im Jahr 2012. Fishing 4

Vor knapp zehn Jahren traf der FCK letztmals in der Bundesliga auf Dortmund. Am 33. Spieltag der Saison 2011/2012 war der BVB bereits Meister und die Pfälzer sicher abgestiegen. Die Borussia wurde anschließend nicht mehr Meister und der FCK kehrte nicht wieder in die Bundesliga zurück. Dortmund gewann mit 5:2, ein Torschütze war damals auch der junge Mario Götze - Bruder Felix steht am Wochenende auf Pfälzer Seite im Aufgebot. Mit dabei sind auch 1.640 FCK-Fans - das Ticket-Kontingent der Pfälzer war schnell aufgebraucht.

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