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Als Marco Antwerpen kam, war der FCK punktgleich mit den Abstiegsrängen, jetzt sind es immerhin vier Punkte Vorsprung auf Platz 17. Aber Vorsicht: Kaiserslautern hat schon 24 Spiele absolviert, die Konkurrenten haben fast alle teils noch mehrere Nachholspiele vor sich.

Auf den ersten Blick hat Marco Antwerpen mit vier Punkten aus zwei Spielen den 1. FC Kaiserslautern in ruhigere Fahrwasser gebracht. Der Trend stimmt, die Leistungen waren besser. Aber der Blick auf die Tabelle ist ein trügerischer. Die Konkurrenten im Tabellenkeller haben mit Ausnahme von Unterhaching alle noch teils mehrere Nachholspiele vor der Brust. Und falls der KFC Uerdingen den Spielbetrieb einstellt, fehlen dem FCK drei Punkte in der Abstiegskampf-Rechnung. Dass die Roten Teufel in dieser Saison nie besser als Fünfzehnter waren ist kein Zufall. Sie sind die Mannschaft mit den wenigsten Siegen (vier in 24 Partien). Die vielen Unentschieden (bisher 13) helfen nicht wirklich weiter.

Gegner Ingolstadt ist ein Aufstiegskandidat

Der FC Ingolstadt hat nur eines der letzten neun Spiele verloren und steht aktuell auf einem direkten Aufstiegsplatz. Ein Erfolg gegen den FCK und die "Schanzer" könnten mit viel Selbstvertrauen zum absoluten Topspiel "Erster gegen Zweiter" nach Dresden nächste Woche fahren. FCK-Trainer Marco Antwerpen erwartet einen starken Gegner: "Wir werden eine konzentrierte Leistung abrufen müssen. Wir brauchen gegen so eine heimstarke Mannschaft wie Ingolstadt Effektivität vor dem Tor. Da wird ein richtiges Brett auf uns zu kommen. Ingolstadt ist ein Verein, der sehr sehr viel richtig macht. Dementsprechend ist da auch eine enorme Qualität an Spielern im Kader. Wir wissen was auf uns zukommt."

Weiter an der Chancenverwertung arbeiten

Das große Manko des FCK ist auch unter Marco Antwerpen die mangelhafte Verwertung der Torchancen. Daran arbeitet die Mannschaft täglich im Training. Über Eins-gegen-Eins-Situationen sollen sich die Offensivspieler wie Marvin Pourié Selbstvertrauen holen. "Der muss einfach Tore machen, das kann er, das hat er bewiesen", sagt Antwerpen über Pourié. "Er braucht eine gewisse Gelassenheit, vielleicht hat er einen Rucksack auf. Es gilt, die Dinge vor dem Tor einfach mal einfach zu machen. Dann bist du au dem richtigen Weg", gibt Antwerpen seinem Stürmer Tipps, wie es mit dem Torerfolg klappen kann.

Antwerpen macht das Team Schritt für Schritt besser

Der neue Coach Marco Antwerpen dreht an vielen kleinen und auch einigen größeren Stellschrauben: in den zwei Spielen seit Amtsantritt baute er die halbe Mannschaft um. Antwerpen verändert die Aufstellung, machte Jean Zimmer zum neuen Kapitän und überraschte mit diversen Personalien. Ein Beispiel: Marius Kleinsorge ist plötzlich Stammkraft. Vor der Saison als einer der hoffnungsvollsten Drittligaspieler verpflichtet, kam Kleinsorge wenig zum Einsatz. Seit Marco Antwerpen da ist, spielt der 25-Jährige Flügelspieler. "Vielleicht ist der Spieler jetzt erst richtig angekommen, musste sich akklimatisieren. [...] Man lässt ihn am besten spielen, stärkt ihm das Selbstbewusstsein und der Spieler ist am Ende dafür verantwortlich, eine gute Leistung auf den Platz zu bringen", sagt Antwerpen über Marius Kleinsorge.

Hanslik und Götze fallen aus, Hercher wieder fit

Winter-Neuzugang Felix Götze, der kurz vor Transferschluss vom Erstligisten FC Augsburg nach Kaiserslautern kam, fällt weiter mit Adduktorenproblemen aus. Marco Antwerpen rechnet nächste Woche wieder mit Götze im Training. Stürmer Daniel Hanslik, der gegen Bayern II das Tor zum 1:1-Ausgleich erzielt hatte, wird wegen eines grippalen Infekts fehlen. Philipp Hercher hingegen ist wieder eine Alternative auf der Position des Außenverteidigers. Hercher hat seine Oberschenkelverhärtung nahezu auskuriert und konnte schon wieder am Mannschaftstraining teilnehmen, könnte gegen Ingolstadt möglicherweise schon wieder zum Einsatz kommen.

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