Kaiserslautern durfte auf dem Betzenberg jubeln (Foto: imago images, IMAGO / Werner Schmitt)

Fußball | 3. Liga

Befreiungsschlag im Abstiegskampf: FCK schlägt Uerdingen

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Der 1. FC Kaiserslautern hat einen enorm wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt in der 3. Liga gemacht. Auf dem Betzenberg gewann der FCK das Abstiegsduell am 36. Spieltag gegen den KFC Uerdingen mit 4:1 (3:1).

Nach der verdienten 0:3-Niederlage unter der Woche bei 1860 München stellte FCK-Coach Marco Antwerpen sein Team im Abstiegsduell gegen den KFC Uerdingen gleich fünf Mal um: Torwart Spahic war nach Grippe rechtzeitig fit, Matheo Raab rotierte wieder auf die Bank. Außerdem starteten Kraus, Zuck, Ouahim und Hanslik für Senger, Sessa, Bakhat (alle Bank) und Hlousek (nicht im Kader).

In der Hoffnung, die erfolgreiche Serie von zwei Heimsiegen in Folge fortzusetzen, erwischten die Roten Teufel auf dem Betzenberg einen ungünstigen Start. In der 6. Minute kam Uerdingen das erste Mal gefährlich nach vorne und nutzte die erste Unsicherheit in der FCK-Defensive: eine Flanke klärte Kevin Kraus unglücklich in die Füße der Gäste. Fridolin Wagner lenkte einen Schuss im Liegen an die Unterkante der Latte. Von dort sprang der Ball erst hinter die Linie und von dort vor die Füße von Muhammed Kiprit, der nur noch abstauben musste - 1:0 für Uerdingen.

FCK schlägt schnell mit dem 1:1 zurück - Unterhaltsame Anfangsphase

Doch Kaiserslautern ließ sich vom Rückstand nicht beeindrucken. In der 12. Minute setzte sich Hendrik Zuck auf der linken Offensivseite durch und flankte in Richtung Marvin Pourié. Der FCK-Stürmer, der vor ein paar Tagen erst Vater geworden ist, hielt aus kurzer Distanz den Fuß rein, doch der Ball segelte am rechten Pfosten vorbei ins Aus.

Besser machte es zwei Minuten Philipp Hercher: Anas Ouahim spielte Philipp Hercher frei, der halblinks lauerte und direkt abschloss. Uerdingens Keeper Jurjus kam noch an den Ball, doch der Ball trudelte über die Linie.

Nach einer Chance für Uerdingen durch Traoré nach einer Ecke schlug der FCK erneut zu: Zimmer spielte im Strafraum Hercher an, der den Ball schön mitnahm und ihn klug in den Rücken der Abwehr spielte, wo Felix Götze einlief und die 2:1-Führung erzielte. Götzes erstes Saisontor in der 27. Minute.

Philipp Hercher: Erst Torschütze, dann doppelter Vorbereiter

Offensiv ansehnlich, doch defensiv offenbarte der FCK öfter Schwächen. Torschütze Kiprit traf nach einer Ecke für die Gäste die Latte. In der 39. Minute war es erneut Philipp Hercher, der den Unterschied machte. Mit dem ersten Kontakt legte er die Kugel perfekt an Lukimya vorbei und flankte scharf nach innen, wo Torjäger Pourié lauerte und den Ball am ersten Pfosten ins Tor schoss (39.).

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte ließ Lautern die Gäste nochmal in die Gefahrenzone kommen, doch Spahic rettete gegen den auffälligen Kiprit. So blieb es beim 3:1 für Kaiserslautern zur Pause.

Zuck macht den Deckel drauf

Zur zweiten Hälfte tauschte Uerdingens Trainer-Duo Jürgen Press und Stefan Reisinger doppelt. Die Gäste machten zu Beginn zwar mehr Druck, kamen aber nicht zu zwingenden Chancen. Auf FCK-Seite hatten Pourié (60.) und der eingewechselte Kenny Prince Redondo (65.) die größten Möglichkeiten.

In der 83. Minute die Entscheidung: Zimmer legte im Strafraum zu Hendrick Zuck quer, der mit seinem linken Fuß überlegt ins rechte Ecke abschloss. Durch den auch in der Höhe verdienten 4:1-Sieg macht der FCK im Abstiegskampf einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt.

Und auch eine historische Serie bleibt bestehen: Zuhause hat Kaiserslautern gegen Uerdingen in seiner Vereinsgeschichte noch nie verloren. Die Roten Teufel bleiben mit 41 Punkten auf Rang 15 und können am kommenden Samstag im Auswärtsspiel bei Viktoria Köln mit einem Sieg die Klasse halten

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