STAND
AUTOR/IN

Der 1. FC Kaiserslautern will den Fehlstart unbedingt vermeiden: Nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Zweitligist Jahn Regensburg und der Drittliga-Auftaktniederlage gegen Dynamo Dresden stehen die Roten Teufel bei Türkgücü München (Sonntag, 14 Uhr) unter Erfolgsdruck. Das bekommt auch Trainer Boris Schommers zu spüren, der genervt von einer vermeintlichen Diskussion um seine Person ist.

Medienberichte, laut denen Schommers zur Disposition und mit dem ehemaligen Waldhof-Coach Bernhard Trares ein "aussichtsreicher Kandidat" als Nachfolger bereits parat stehen soll, waren auf der Pressekonferenz ein Thema, auf das Schommers zwar gelassen, auf Nachfrage dann aber doch leicht angesäuert reagierte.

"Die Diskussion nervt mich total"

"Seitdem ich hier angefangen habe, herrscht Druck auf dem Kessel. Das gehört beim FCK dazu", sagte der Coach, der aber auch zugab: "Die Diskussion nervt mich total. Hier kommt immer Unruhe auf, obwohl wir seit Monaten versuchen, den Verein in die richtige Richtung zu bewegen. Wenn man da zurückblickt, sieht man eine klare Entwicklung. Wenn dann irgendjemand meint, über meine Person sprechen zu müssen, dann hilft das keinem, zumal zwei Tage vor einem wichtigen Spiel."

"Ich spüre den kompletten Rückhalt des Vereins"

Dann ließ Schommers seinem Frust freien Lauf: "Ich will heute hier über das Spiel gegen Türkgücü reden, über das Spiel letzte Woche gegen Dresden. Stattdessen sitzen wir hier und reden über eine aus meiner Sicht komplett unnötige Diskussion. Wenn man die vermeintliche Berichterstattung verfolgt, dann nervt das."

Schommers ist überzeugt von seiner Arbeit und dem Vertrauen in seine Person. "Ich spüre den kompletten Rückhalt des Vereins. Ich bin in einem stetigen konstruktiven Austausch mit Sportdirektor Boris Notzon und Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt und reflektiere mich dabei auch selbst", sagte er.

Beistand erhielt Schommers vom FCK-Sportdirektor Boris Notzon. "Wir vertrauen unserem Trainerteam", sagte er.

"Das bringt nur Unruhe rein"

In der Mannschaft, so Schommers weiter, spiele das Thema ohnehin keine Rolle - und das sei auch von ihm so gewollt: "Ich versuche, den Druck von der Mannschaft in der aktuellen Situation fernzuhalten." Die Thematik sei auch deshalb "unnötig", so der FCK-Coach, weil erst ein Spieltag absolviert worden sei: "Das bringt nur Unruhe rein und das ist ein weiterer Giftpfeil in Richtung Betzenberg."

"Da müssen wir höllisch aufpassen"

Schließlich wurde der FCK-Coach doch noch sportlich und blickte auf die anstehende Auswärtsaufgabe. "Türkgücü hat am ersten Spieltag einen guten Auftritt gegen Bayern II (2:2) hingelegt. Sie waren sogar aus meiner Sicht die bessere Mannschaft. Dementsprechend sind wir gewarnt. Das ist kein normaler Aufsteiger", so Schommers: "Vor allem in der Offensive haben sie brutale Qualität. Da müssen wir höllisch aufpassen."

Neues Sport-Angebot in SWR Aktuell Schnell informiert, nah dran: SWR Sport auf Sprachassistenten von Google und Alexa

Zusätzliche Sendungen am Abend und am Wochenende machen es möglich: Wer einen Sprachassistenten von Google oder Amazon besitzt, kann ab sofort rund um die Uhr sein aktuelles Update mit den wichtigsten Sportnachrichten für den Südwesten abrufen.  mehr...

Ohne drei Neuzugänge

Fehlen werden dem FCK weiterhin die angeschlagenen Neuzugänge Marius Kleinsorge (SV Meppen), Alexander Winkler (SpVgg Unterhaching) und Nicolas Sessa (SV Erzgebirge Aue).

Fußball | 3. Liga Horst Eckel boxt sich durch die Corona-Krise

Horst Eckel, der letzte lebende Held von Bern, der jüngste der legendären Weltmeister 1954, boxt sich durch die Corona-Krise. Mit 88 Jahren und einem Personal Trainer. SWR-Sport-Reporter Jürgen Schmidt hat ihn besucht.  mehr...

Fußball | 3. Liga Fix! FCK-Aufsichtsrat Martin Wagner tritt zurück

SWR Sport hatte bereits am Mittwoch darüber berichtet, nun ist es offiziell: Mitglied Martin Wagner tritt zum 1. Oktober 2020 aus dem Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern zurück.  mehr...

Fußball | 3. Liga Von wegen Kontinuität! Der Rückzug von FCK-Aufsichtsrat Martin Wagner

Schon wieder tritt ein Mitglied des FCK-Aufsichtsrats zurück. Nach Jörg E. Wilhelm im August, legt jetzt Ex-Profi Martin Wagner sein Amt zum Oktober aus persönlichen und beruflichen Gründen nieder, heißt es. Der Abschied klingt sehr versöhnlich, dürfte aber hinter den Kulissen Kopfzerbrechen bereiten. Ein Kommentar von Sebastian Zobel.  mehr...

STAND
AUTOR/IN