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Der 1. FC Kaiserslautern hat nach über zwei Jahrzehnten überraschend Torwarttrainer Gerry Ehrmann freigestellt. Dies bestätigten die Pfälzer per Pressemitteilung am frühen Sonntagabend.

Der 61 Jahre alte Ehrmann stand für den FCK von 1984 bis 1998 selbst zwischen den Pfosten und übernahm dann die Aufgabe als Torwarttrainer. Am Betzenberg formte er unter anderem die Torhüter Roman Weidenfeller, Kevin Trapp und Tim Wiese. 

Auseinandersetzung mit Schommers

Nach SWR-Informationen soll Gerry Ehrmann FCK-Trainer Boris Schommers nach dem Unentschieden gegen Zwickau im VIP-Raum beleidigt haben. Am Sonntagvormittag soll es zwischen den beiden im Umfeld des Trainings eine erneute Auseinandersetzung gegeben haben. Anschließend wurde der Torwarttrainer nach über zwei Jahrzehnten im Verein freigestellt.

"Der Verein sah sich nach einer Reihe von internen Vorkommnissen, die eine zielgerichtete und teamorientierte Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins nicht mehr möglich machen, zu diesem Schritt gezwungen", vermeldete der 1. FC Kaiserslautern in einer Pressemitteilung am Sonntag.

Der 1. FC Kaiserslautern hat Torwarttrainer Gerry Ehrmann heute Vormittag freigestellt: https://t.co/37rop3Gg1E https://t.co/uQxXqw9Os7

Sowohl in den sozialen Netzwerken als auch vor dem Fritz-Walter-Stadion ließen FCK-Fans ihrem Unmut über die Entlassung freien Lauf.

Ehrmann Betzenberg (Foto: SWR, swr)
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Ehrmann: Keine Beleidigung

Gerry Ehrmann bestreitet gegenüber dem SWR indes die Darstellung des Vereins. Es seien ausschließlich sportliche Gründe gewesen, die zu seiner Freistellung geführt hätten. Dem Kicker sagte Ehrmann: "Das ist eine persönliche Sache zwischen Herrn Schommers und mir. Fakt ist, ich bin freigestellt und jetzt schauen wir mal, ganz unaufgeregt. Wichtig ist, dass der Verein die Kurve bekommt." Gerry Ehrmann wünschte zum Abschluss des Gesprächs mit dem SWR dem 1. FC Kaiserslautern alles Gute für das Spiel nächsten Samstag gegen den SV Waldhof Mannheim (live im SWR Fernsehen).

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