FCK-Stürmer Terrence Boyd im Trainingslager. (Foto: IMAGO, IMAGO / Fotostand)

Fußball | 2. Bundesliga

FCK-Spieler Terrence Boyd: Warum ein Trainingslager keine Klassenfahrt ist

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Vor der idyllischen Bergkulisse Südtirols bereitet sich der FCK auf die kommende Saison in der 2. Bundesliga vor. Terrence Boyd spricht im SWR Sport- Interview über das Teamgefüge, das Saisonziel und verrät, warum ein Trainingslager keine Klassenfahrt ist.

Terrence Boyd sitzt gut gelaunt im Teamhotel. Die heftigsten Laufeinheiten liegen schon hinter dem Team und "die Stimmung ist super", sagt er und lächelt. Das Teamgefüge scheint zu stimmen, denn auch wenn der Großteil der Mannschaft zusammengeblieben ist, auch die Neuzugänge hätten sich schon super integriert, so der Stürmer. "Es fühlt sich nicht so an, als dass sie extern wären, (...) wir sind jetzt schon ein eingeschworener Haufen."

FCK-Spieler wollen in der 2. Bundesliga bestehen

Die Laufeinheiten der Vorbereitung sind zwar nicht unbedingt die beliebtesten Übungen des 31-Jährigen, dennoch weiß auch er, dass es genau darauf ankommt: "Kondition zu bolzen", wie er es nennt, um als Klub den nächsten Schritt zu gehen. Es sei ein gutes Gefühl zu wissen, dass alle, die in der Nachspielzeit noch Körner haben, noch intensiv Fußball spielen können. Dabei trägt die Aufstiegsuphorie nicht wirklich durch die harte Vorbereitung: "Ganz ehrlich, ich weiß jetzt nicht, ob die noch wirklich da ist", sagt er. Die Spieler seien erwachsen genug, um zu checken, dass sie diesen Traum, den sie sich mit dem Aufstieg erfüllt haben, nicht direkt wieder vermasseln wollen. Statt des Schwelgens in Euphorie ist beim 1. FC Kaiserslautern deshalb harte Arbeit angesagt.

Trainingslager als "Dienstreise"

Und trotzdem tut das der Stimmung keinen Abbruch. Es werde nämlich auch sehr viel rumgeflachst, verrät Boyd. Denn in der Kabine seien alle Fußballteams ja eigentlich wie ein großer Kindergarten. Genau diese Lockerheit und die Sprüche helfen dann auch, Neuzugänge gut zu integrieren. In Sachen Sprüche sei das dann schon auch ähnlich einer Klassenfahrt, aber auf dem Trainingplatz hört der Spaß dann auf: "Sobald wir auf dem Platz sind, habe auch ich nicht mehr die großen Sprüche auf Lager, weil dann pumpst du schon das ein oder andere Mal", sagt er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Um dann wieder ganz erst zu betonen: "Wir wissen, dass das hier kein Urlaubstrip ist, sondern eine Art Dienstreise."

Ziel: Klassenerhalt und Weiterentwicklung des gesamten Vereins

Das Ziel ist, im italienischen Mals als Team weiter zusammenzuwachsen. Im taktischen Bereich bessere Abstimmungen zu bekommen. Sich von Saisonbeginn an als Mannschaft zu verstehen und so zu spielen, könnte einen Vorteil gegenüber anderen Teams bringen, meint Boyd: "Es geht darum, dass wir unseren Matchplan, unsere Software aufgespielt haben, dass wir von Tag eins an Gas geben können."

Er ist sich sicher, dass der FCK in der Lage ist, genug Siege für den Klassenerhalt einzufahren. Er habe im großen Ganzen "ein sehr, sehr gutes Gefühl." Trotzdem, das Ziel bleibe der Klassenerhalt, von Durchmarsch will er nichts hören: "Der ganze Klub muss jetzt einfach weiter wachsen, weiter hart arbeiten, dass wir uns dann wieder langsam in dieses Licht rücken, in dem Lautern früher mal schien."

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Persönliches Ziel: Tore schießen!

Er selbst möchte zu diesem kontinuierlichem Wachstum mit Toren beitragen: "Ich bin nach wie vor heiß darauf, dass ich mir selbst auch beweisen kann, dass ich in der 2. Liga oft treffen kann." Die nächste Chance, Tore zu schießen, hat Terrence Boyd im Testspiel gegen Unterhaching am 2. Juli. Zwei Tage später, am 4. Juli, geht es dann vom Trainingslager in Italien zurück nach Kaiserslautern.

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