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0:1-Rückstand weggesteckt, Spiel gedreht - und dann doch nur ein Punkt: Der FCK hat am Mittwoch im Nachholspiel gegen den FSV Zwickau einen Sieg verspielt und muss sich am Ende mit einem 2:2-Remis begnügen.

Nach dem wichtigen 3:1-Heimsieg gegen den Halleschen FC am vergangenen Samstag hatten die Roten Teufel im Abstiegskampf wieder Hoffnung geschöpft. Jedoch fehlten vor dem Nachholspiel gegen Zwickau noch immer vier Punkte auf die Nichtabstiegsplätze. Trainer Marco Antwerpen musste in seiner Mannschaft auf zwei Spieler gegenüber der Halle-Partie verzichten: die gesperrten Kevin Kraus und Kenny-Prince Redondo ersetzten Alexander Winkler und Marlon Ritter.

Außerdem hatte der Klub am Dienstag bekannt gegeben, dass ein Spieler positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Da die Tests aller weiteren Spieler und Trainer negativ ausgefallen waren, konnte die Partie aber wie geplant stattfinden.

Viele Chancen, aber keine Tore in der ersten Halbzeit

Beide Teams gingen mit viel Schwung in die Partie. Die erste große Chance gab es für die Zwickauer nach zwanzig Minuten: Nach einer Flanke an den kurzen Pfosten kam Ex-FCK-Spieler Manfred Starke an den Ball und köpfte ihn an die Querlatte. Von dort ging der Abpraller an den Rücken von Torwart Avdo Spahic, aber nicht ins Tor, denn Winkler kratzte das Leder noch von der Linie.

Auf der Gegenseite hatten die Gastgeber nach 23 Minuten die erste dicke Chance: Zwickau bekam den Ball nicht geklärt, Marlon Ritter zog aus der Distanz ab, FSV-Torhüter Johannes Brinkies reagierte aber blitzschnell und lenkte den Schuss über die Latte. Und auch beim folgenden Eckball war Brinkies mit einer Glanzparade zur Stelle: Felix Götzes Schuss aus dem Gewühl im Strafraum landete dank Brinkies am Pfosten und nicht im Tor.

Trotz großer Gelegenheiten auf beiden Seiten stand es zur Pause 0:0-Unentschieden. Vor allem die beiden hellwachen Torhüter und das Aluminium verhinderten mögliche Tore.

Ex-Pfälzer Starke schießt Führung für Zwickau

Nach der Pause war der Schwung beim FCK aber erst einmal weg, die erste Viertelstunde gehörte dem FSV. Und folgerichtig fiel das Führungstor für die Gäste (60. Minute) - ausgerechnet der Ex-FCK-Spieler Manfred Starke zog aus der Distanz ab und platzierte den Ball zum 1:0 in der rechten Ecke.

Lautern dreht das Spiel - und wird am Ende bestraft

Völlig aus dem Nichts schaffte die Roten Teufel den Ausgleich: Den von Brinkies abgewehrten Ball nach einem Schuss von Nicolás Sessa verarbeitete Philipp Hercher blitzschnell und schob zum 1:1 ein (64. Minute). Der Wachmacher für den FCK, der in der 71. Minute sogar in Führung ging: Eine Flanke von Hendrick Zuck lenkte Steffen Nkansah unglücklich mit dem Knie ins eigene Tor.

Die Gastgeber hatten die Partie gedreht, schwächten sich jedoch selbst (76. Minute): Der eingewechselte Anil Gözütök ging mit gestrecktem Bein auf Kopfhöhe seine Gegenspielers in einen Zweikampf und traf den Zwickauer Mike Könnecke. Schiedsrichter Patrick Hanslbauer zeigte die Rote Karte. "Das ist doch keine Rote Karte", schimpfte Lauterns Trainer Marco Antwerpen nach dem Spiel am Mikrofon von MagentaSport: "Wir bringen wieder eine richtig gute Leistung auf den Platz. Aber einer hat immer was dagegen und dann ist der Weg, den wir machen, immer ein Stück weiter."

In Unterzahl stemmten sich die Gastgeber gegen immer stärker stürmende Zwickauer - aber kurz vor Abpfiff gab es doch noch den Tiefschlag. Jozo Stanic erzielte in der fünften Minute der Nachspielzeit aus kurzer Distanz den späten 2:2-Ausgleich für die Gäste.

Durch das Remis verpassten die Pfälzer den zweiten Sieg innerhalb von vier Tagen und haben als Tabellen-18. nun drei Punkte Rückstand zum Nichtabstiegsplatz.

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