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Ohne Druck geht der 1. FC Kaiserslautern in das Finale einer völlig verkorksten Saison in der 3. Liga. Gegen den SC Verl hat der FCK die Möglichkeit, sich versöhnlich von den Fans zu verabschieden.

Dank des am vergangenen Wochenende gesicherten Klassenverbleibs steht den Roten Teufeln im Heimspiel gegen den SC Verl (Samstag, 13:30 Uhr) keine Nervenprobe bevor.

"Sehr viel Druck abgefallen"

"Das waren sehr intensive Wochen. Am vergangenen Sonntag ist sehr viel Druck abgefallen. Die Jungs haben dann auch mal ein bisschen gefeiert. Die Erleichterung hat man in dieser Trainingswoche auch in den Gesichtern der Spieler gesehen", sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen.

Die Partie gegen Verl ist für die Pfälzer zwar sportlich bedeutungslos geworden, trotzdem will Antwerpen das Spiel nicht abschenken. "Wer mich kennt, der weiß, dass ich auch das letzte Spiel gewinnen will. Daher werden wir keine personellen Experimente machen", betonte der 49-Jährige. "Man kann jetzt auch viel mehr Spaß haben", bestätigt Flügelspieler Daniel Hanslik, der aber hervorhebt: "Der Klassenerhalt war lange unsicher. Dass wir so zurückgekommen sind, war echt bemerkenswert. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft."

Aber trotz aller Erleichterung mahnt Stürmer Marvin Pourié vor zu viel Jubel. "Man merkt es in der Kabine, dass wir es am Ende mit einem dicken blauen Auge geschafft haben. Wir müssen aber alle sehr selbstkritisch sein, dass das nicht wirklich Standard werden sollte. Wir haben das Minimal-Ziel erreicht."

"Wir wollen uns anständig von den Fans verabschieden"

Er freue sich darauf, dass seine Mannschaft die Handbremse lösen und befreit aufspielen könne. "Wir wollen uns anständig von den Fans verabschieden. Ihre Unterstützung hat uns in den letzten Wochen sehr geholfen und immer wieder gepusht", sagte Antwerpen. Seine Mannschaft denkt genauso. "Wir haben noch ein wichtiges Heimspiel und das wollen wir gewinnen", will auch Hanslik mit einem guten Gefühl die Saison beenden.

Verzichten muss der FCK auf Carlo Sickinger, der wegen Adduktorenproblemen fehlt. Dafür steht Hendrick Zuck nach seiner Gelb-Sperre wieder zur Verfügung.

Kaderplanung läuft: Bleiben Hanslik und Pourié?

Daniel Hanslik hat einen großen Anteil an der erfolgreichen pfälzischen Aufholjagd im Abstiegskampf. Sechs Treffer steuerte die Leihgabe von Holstein Kiel in den letzen Wochen bei. Die Ligazugehörigkeit und Planungen bei den Störchen will der 24-Jährige aber noch abwarten. "Ich habe noch keine Gespräche geführt. Weder mit Kiel noch mit Kaiserslautern. Wir werden uns zusammensetzen." Und auch bei Marvin Pourié ist die Zukunft noch offen. "Ich habe noch ein Jahr Vertrag beim KSC. Aber ich habe es schon erwähnt, dass ich mich hier wohlfühle. Es ist immer eine Frage der Perspektive", gibt sich der Toptorjäger des FCK noch etwas zurückhaltend.

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