Torschütze Marvin Pourié (li.) bedankt sich bei Vorlagengeber Kenny Prince Redondo (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | 3. Liga

Trotz Doppelpacks von Pourié: FCK steht "mit dem Arsch an der Wand"

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Schwacher Auftritt, starke Moral: Der 1. FC Kaiserslautern rettet beim 2:2 gegen den MSV Duisburg erst in allerletzter Minute einen Punkt. Doppel-Torschütze Marvin Pourié sieht die Roten Teufel weiterhin in einer prekären Lage.

Der 1. FC Kaiserslautern tritt in der 3. Liga weiter auf der Stelle. Nach dem glücklichen 2:2 (0:1)-Remis gegen den MSV Duisburg sind die Pfälzer zwar seit sieben Spielen ohne Niederlage. Zufrieden war im Lager der Roten Teufel nach dem neunten Unentschieden im 14. Saisonspiel aber niemand.

Zu wenige Siege

Nur zwei magere Siege stehen bisher auf der Habenseite des FCK. Viel zu wenig für die Ansprüche der Elf von Coach Jeff Saibene. Gegen Duisburg sicherte Angreifer Pourié nach einem 0:2-Rückstand mit einem Last-Minute-Doppelschlag in der 89. und 90. Minute dem FCK doch noch einen Zähler. Der späte Punktgewinn übertünchte allerdings den über weite Strecken schwachen Auftritt der Lauterer im Fritz-Walter-Stadion.

Pourié fordert mehr Leidenschaft

Dementsprechend unzufrieden war der zweifache Torschütze mit der Leistung seines Teams gegen den MSV, der als Tabellenletzter in Kaiserslautern angetreten war: "Wenn wir im oberen Drittel stehen würden, dann würde ich sagen: Gut, dass wir noch einen Punkt erkämpft haben. Aber wir stehen mit dem Arsch an der Wand", befand Pourié: "Die Moral hat gestimmt, das ist das Wichtigste. Aber wir müssen mit noch viel breiterer Brust antreten und mehr Leidenschaft zeigen."

"Dann muss dieser Schweinehund überwunden werden"

Der FCK habe das Potenzial und die Qualität in der Mannschaft, aber irgendwann reiche das nicht mehr. "Dann muss dieser Schweinehund überwunden werden. Wir müssen ekliger und dreckiger spielen und bildlich gesprochen auch mal den Ellbogen ausfahren", betonte der 29-Jährige.

FCK-Coach Jeff Saibene ist unzufrieden

Auch Trainer Saibene fand nach dem Abpfiff einmal mehr deutliche Worte und monierte die schwache Darbietung seiner Mannschaft: "Das war ein Spiel, das du gewinnen musst. Ich kann mit dem Punkt nicht zufrieden sein und werde das der Mannschaft auch deutlich sagen."

Sein Team habe dem Gegner die Tore geschenkt und offensiv trotz vieler Chancen die Effizienz vermissen lassen. "In der ersten Halbzeit war das alles zu halbherzig, die letzte Überzeugung zum Tore schießen hat gefehlt. Diese Gier habe ich erst in den letzten 10, 15 Minuten gespürt", klagte der Luxemburger.

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Sinnbildlich für die latente Ungefährlichkeit der Roten Teufel: In 14 Spielen hat der FCK bislang erst magere 14 Tore erzielt. Sechs dieser Treffer steuerte der vom Karlsruher SC ausgeliehene Pourié bei.

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