Torschütze Marlon Ritter und Kapitän Hendrick Zuck bejubeln das Siegtor gegen Wehen Wiesbaden. (Foto: imago images, IMAGO / Jan Huebner)

Fußball | 3. Liga

Nach dem Sieg gegen Wiesbaden: FCK mit Anschluss an Tabellenspitze

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"Unbeschreiblich" und "mega Spaß" - Nach dem Sieg des 1. FC Kaiserslautern gegen Wehen Wiesbaden haben sich Spieler und Mannschaft zufrieden gezeigt. Geht der Blick für den FCK jetzt weiter nach oben?

"Oh, wie ist das schön", schallte es gestern nach dem 1:0-Sieg des FCK gegen Wehen Wiesbaden von den Rängen des Fritz-Walter-Stadions. Und vielleicht ist die Melodie bei dem ein oder anderen am Tag danach immer noch im Ohr. "Unbeschreiblich", sagte Mike Wunderlich nach dem Spiel. Boris Tomiak machte es "mega Spaß", vor den Fans zu spielen.

Umkämpfter Sieg

In der prekären personellen Situation nahm Kaiserslautern Cheftrainer Marco Antwerpen die günstigen Umstände wohlwollend mit. "Beim Elfmeter hatten wir das Spielglück auf unserer Seite. Das nehmen wir heute aber gerne an", sagte Antwerpen nach dem umkämpften Heimsieg. Vor der Partie gegen die Hessen hatte der FCK einen Corona-Ausbruch und eine Grippewelle im Kader zu beklagen, doch mit viel Moral und einem Schuss Glück reichte es für die wichtigen Punkte zum Anschluss an die Tabellenspitze.

Lautern hatte wegen der Personalprobleme fünfmal wechseln müssen. Avdo Spahic vertrat Stammkeeper Matheo Raab. Unter anderem standen auch Top-Torschütze Philipp Hercher, Kapitän Jean Zimmer und Abwehrchef Kevin Kraus nicht zur Verfügung. "Wir sind heute sehr stolz auf die Truppe. Wir hatten in der Woche sehr viele Ausfälle, haben das aber heute als Herausforderung gesehen. Am Ende haben wir uns dann in alles reingeworfen", erklärte Antwerpen.

Elfmeter entscheidet Spiel

Die spielentscheidende Szene der Drittliga-Partie hatte sich in der 67. Spielminute ereignet: Der kurz zuvor eingewechselte Felix Götze spurtete an Wiesbadens Dennis Kempe vorbei, der brachte den FCK-Akteur durch einen leichten Körperkontakt zu Fall. Schiedsrichter Nico Fuchs entschied nach kurzem Zögern auf Strafstoß für Kaiserslautern. Es war eine umstrittene Entscheidung, denn Kempes Kontakt mit Götze fand den Fernsehbildern zufolge wohl knapp außerhalb des Strafraums statt. Marlon Ritter verwandelte den Elfmeter abgezockt zum Siegtreffer für die Pfälzer. Rückblickend beschreibt Antwerpen die Einwechslung von Götze im Interview mit SWR Sport als "richtig gut", denn "Felix war sofort im Spiel und hat extrem viel Zug zum Tor gehabt." Das habe man in der Situation, die zum Tor geführt hat, sehen können.

Geht der Blick nach oben?

Kaiserslautern steht durch den vierten Heimsieg der Saison mit 25 Punkten nun auf Platz 4 der Tabelle. Angesprochen darauf, dass der Blick ja jetzt nach oben gehen können, antwortet FCK-Trainer Antwerpen ganz nüchtern: "Wir wollen weiter Punkte holen." Das kann seine Mannschaft nächste Woche wieder. Und vielleicht erklingt nach dem Auswärtsspiel in Dortmund dann auch wieder "Oh, wie ist das schön".

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