Marco Antwerpen, der Trainer des 1.FC Kaiserslautern (Foto: SWR)

Fußball | 3. Liga

FCK-Trainer Marco Antwerpen: "Es geht wirklich um alles"

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Der 1. FC Kaiserslautern stand lange über dem Strich, seit Samstag steht er wieder auf einem Abstiegsplatz in der 3. Liga. Der erstmalige Absturz des pfälzischen Traditionsklubs in die viertklassige Regionalliga droht. FCK-Trainer Marco Antwerpen sprach bei SWR Sport in Rheinland-Pfalz über die Lage der Roten Teufel.

Fünf Punkte aus fünf Spielen, also eine Bilanz von einem Zähler pro Spiel. Nach dem Auftakterfolg gleich im Derby beim SV Waldhof Mannheim in vier weiteren Partien keinen Sieg mehr geholt. Die bisherige Bilanz von Trainer Marco Antwerpen ist durchschnittlich, mehr nicht. Der 49-Jährige, der Anfang Februar den damals beurlaubten Jeff Saibene als Trainer des 1. FC Kaiserslautern beerbte, konnte die Pfälzer noch nicht aus dem Tabellenkeller der 3. Liga führen.

"Sind unter den Strich gerutscht"

Nachdem das Spiel gegen den FSV Zwickau Samstag kurz vor dem geplanten Anpfiff wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden war und Konkurrent Magdeburg - der nächste FCK-Gegner - sein Auswärtsspiel beim FC Bayern II gewinnen konnte, stehen die Roten Teufel auf einem direkten Abstiegsplatz in der 3. Liga. Antwerpen hat den Ernst der Lage längst erkannt. "Wir sind unter den Strich gerutscht. Spätestens jetzt sollte es jedem bewusst sein, dass es in den nächsten elf Spielen um alles geht", sagte der FCK-Coach in der Sendung SWR Sport in RP im Gespräch mit Moderator Tom Bartels.

Er sei aber optimistisch, dass das auch seine Spieler begriffen hätten, so Antwerpen weiter: "Wenn ich unsere Trainingseinheiten verfolge bin ich sehr, sehr sicher, dass es jedem bewusst ist."

Die Defensive steht jetzt etwas sicherer als unter Vorgänger Saibene, doch ein Manko konnte auch Antwerpen noch nicht beheben: Der FCK braucht zu viele Torchancen. Bei der jüngsten Niederlage in Rostock (1:2) beispielsweise ließen die Pfälzer hochkarätige Chancen in Serie liegen, um das Spiel in der Nachspielzeit noch zu verlieren.

"Nicht zu sehr unter Druck setzen"

Man arbeite im Training daran, die Effizienz und damit die Tor-Ausbeute zu steigern, so Antwerpen. Alles aber mit der nötigen Freude - um nicht zu verkrampfen: "Du brauchst weiterhin eine gewisse Form der Gelassenheit und darfst dich nicht zu sehr unter Druck setzen. Über Erfolgserlebnisse im Training sollen sich die Spieler ein gutes Gefühl für auf dem Platz holen. Du brauchst das Momentum auf deiner Seite - und wenn wir es haben, sind wir sehr optimistisch, dass es funktioniert."

Im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga gehe es jetzt auch darum, die Nerven zu bewahren, erzählte Antwerpen. Er wolle da für seine Mannschaft mit gutem Beispiel vorangehen: "Ich kenne Abstiegskampf, auch aus meiner Zeit als Spieler. Dementsprechend weiß ich auch, was da verlangt wird."

"Marvin Pourié ist ein wichtiger Spieler für uns"

Einer, der dem FCK in diesem Abstiegskampf helfen soll, ist Marvin Pourié. Der Angreifer ist mit acht Toren treffsicherster Spieler der Pfälzer in dieser Saison. Pourié war zuletzt aus dem Kader gestrichen worden, durfte aber letzte Woche wieder am Mannschaftstraining teilnehmen. "Er ist ein wichtiger Spieler für uns, da sind wir uns alle einig", sagte Antwerpen nun: "Er hat letzte Woche sehr, sehr gut trainiert und hätte gegen Zwickau in der Anfangsformation gestanden. Wir wissen, dass er für uns sehr, sehr wichtig ist, auch mit seinen Emotionen auf dem Platz."

Klar ist: Mit einem Pourié in Topform steigen die Chancen für den 1. FC Kaiserslautern, den "Super-GAU" Absturz in die Regionalliga noch abzuwenden. Es folgen jetzt elf Spiele, in denen es um alles geht. Elf Spiele, in denen Antwerpen seine Bilanz noch aufbessern kann - und auch muss. Denn ein Schnitt von einem Punkt pro Partie wird am Ende nicht reichen.

SWR Sport in RP | 14.03. SWR Sport in Rheinland-Pfalz mit Marco Antwerpen

++ Moderation: Tom Bartels ++ Studiogast: Marco Antwerpen ++ Spielbericht: 1. FC Kaiserslautern – FSV Zwickau ++ Fan-Töne zu Marco Antwerpen ++ Tore von Marco Antwerpen ++ Tor des Jahres 2010 durch Michael Stahl ++  mehr...

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