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Beim 1. FC Kaiserslautern war die Hoffnung groß, dem Auswärtssieg in Zwickau gegen Magdeburg auch den ersten Heimerfolg der Saison folgen zu lassen und eine Serie zu starten. Doch einmal mehr brachten die Roten Teufel sich selbst um den Lohn ihrer Arbeit.

Jeff Saibene konnte es nicht fassen. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den 1. FC Magdeburg suchte der Trainer des 1. FC Kaiserslautern im Gespräch mit SWR Sport Gründe, warum seine Mannschaft das Spiel nicht gewonnen hatte. Dabei gab es dafür eine einfache Erklärung, die der FCK-Coach so auf den Punkt brachte: "Wir haben so viele Chancen. Da gibt es kein Wenn und Aber, die Bälle müssen rein."

Im Heimspiel gegen den FCM, der genau wie die Pfälzer im Tabellenkeller der 3. Liga steht, ließen die Hausherren Chancen en masse aus. Ob Daniel Hanslik, Marvin Pourié, Marlon Ritter oder Hendrik Zuck - sie alle vergaben oder scheiterten am starken Magdeburger Keeper Morten Behrens. Lediglich ein Treffer gelang: Nach einer Flanke von Ritter traf Pourié aus sieben Meter ins linke Eck (48. Minute). Doch die 1:0-Führung währte nicht lange. Bereits sieben Minuten später flankte Magdeburgs Andreas Müller den Ball im Anschluss an eine Ecke in den FCK-Strafraum. Der Ball wurde immer länger und schlug hinter Keeper Avdo Spahic im Tor ein. Das 1:1 war ein maximal unglückliches Gegentor - und somit bereits der Endstand.

Saibene: "Das passt irgendwie zu unserer momentanen Situation"

Auch der Gästetreffer war für FCK-Coach Saibene schwer zu akzeptieren. "Dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, ist schwer erklärbar. Der Gegner schießt einmal aufs Tor, dann noch ungewollt - und dann fällt der Ball rein. Das passt irgendwie zu unserer momentanen Situation", so der Luxemburger.

Ritter: "Unglücklicher kannst du nicht 1:1 spielen"

Ähnlich sah es Mittelfeldspieler Marlon Ritter. "Wir machen das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute. Magdeburg kommt nicht einmal vor unser Tor. Unglücklicher kannst du nicht 1:1 spielen", sagte er.

"Müssen uns an die eigene Nase fassen"

Der 26-jährige Sommerneuzugang vom SC Paderborn, der selbst viel probierte, aber auch glücklos agierte, legte nach der Partie den Finger in die Wunde. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Vielleicht sind wir doch schlechter, als wir denken, weil wir nicht die Punkte holen, die wir holen müssen", kritisierte Ritter.

Der Aufstieg liegt in weiter Ferne.

Gleichzeitig richtete der Mittelfeldspieler den Blick nach vorne: "Nächste Woche geht es weiter, da müssen wir wieder Vollgas geben und punkten." Dann muss der 1. FC Kaiserslautern beim Halleschen FC ran (Samstag, 21.11., 14 Uhr).

Und einmal mehr sind die Roten Teufel zum punkten verdammt. Mit neun Punkten aus zehn Spielen liegen sie vorerst auf Rang 15 - allerdings können sie auch noch abrutschen, denn die Tabelle ist coronabedingt verzerrt, da viele Spiele ausgefallen sind. Klar ist: Die Pfälzer müssen den Blick vorerst nach unten richten. Das eigentliche Saisonziel Aufstieg liegt in weiter Ferne.

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