Jeff Saibene, Trainer des 1. FC Kaiserslautern (Foto: imago images, Eibner)

Fußball | 3. Liga

FCK-Coach Jeff Saibene zieht eine Zwischenbilanz: "Sind auf einem guten Weg"

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Der 1. FC Kaiserslautern tritt auf der Stelle. Auch unter Trainer Jeff Saibene, der am 2. Oktober den glücklosen Boris Schommers als FCK-Coach abgelöst hatte, gelang es den Roten Teufeln bisher nicht, den Tabellenkeller zu verlassen. In der TV-Sendung SWR Sport in Rheinland-Pfalz zog Saibene nach knapp zwei Monaten im Amt eine Zwischenbilanz.

Das eigentliche Saisonziel des 1. FC Kaiserslautern lautete, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zumindest mitzuspielen. Nachdem die Pfälzer die ersten beiden Saisonspiele in der 3. Liga verloren hatten, wurde der damalige Trainer Boris Schommers gefeuert. Doch auch unter Nachfolger Jeff Saibene blieb die einzige Konstante die Inkonstanz.

Elf Spiele hat der FCK unter dem Luxemburger bisher bestritten - und nur eines verloren. Aber eben auch nur zwei gewonnen. Acht Mal trennten sich die Roten Teufel Unentschieden. So auch jüngst, als Kaiserslautern beim Tabellenführer 1. FC Saarbrücken in Unterzahl ein 1:1-Remis erkämpfte. Eigentlich ein gutes Resultat - zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Sieg zum greifen nah war. Denn Kaiserslautern hatte bis kurz vor Schluss beim saarländischen Nachbarn geführt.

"Hätten die meisten Spiele gewinnen müssen"

Dass seine Mannschaft mit den vielen Remis in der Tabelle keine Sprünge macht, weiß auch Saibene. Der FCK-Coach haderte deshalb ein wenig im Gespräch mit Moderator Tom Bartels bei SWR Sport in Rheinland-Pfalz. "Wenn man immer wieder Unentschieden spielt, fehlt einem das Vertrauen. Bei Saarbrücken war es das Gegenteil, die waren euphorisiert und hatten das notwendige Selbstvertrauen", sagte er: "Ich glaube, dass von unserer Seite bei den Unentschieden viele gute Spiele dabei waren. Mein Gefühl sagt mir, dass wir die meisten Spiele hätten gewinnen können oder gewinnen müssen."

"Haben uns stabilisiert"

Saibene war allerdings auch bemüht, die positiven Aspekte zu sehen. "Wir haben uns schon auch stabilisiert. Wir sind seit sechs Spielen ungeschlagen und sind meiner Meinung nach auf einem guten Weg."

Um diesen zu gehen, sind Erfolgserlebnisse wichtig. In Saarbrücken fehlte dafür nicht viel. Das Führungstor für die Roten Teufel hatte Kenny Prince Redondo in der 59. Minute erzielt, Maurice Deville (88.) für den Aufsteiger zum späten Ausgleich getroffen.

Trotz Platz 14 mit lediglich 14 Zählern aus 13 Spielen blickte Saibene optimistisch in die Zukunft. "Die Jungs sind jetzt im Rhythmus drin, sie werden immer besser. Kenny Prince Redondo ist da ein gutes Beispiel, aber das gilt auch für Andere. Je mehr Spiele, desto besser werden die Jungs."

Die 3. Liga, so befand Saibene, sei eine sehr ausgeglichene Liga, in der man immer 100 Prozent abrufen müsse, um zum Erfolg zu kommen. "Es gibt keine Mannschaft, die klar besser ist - und keine, die richtig abfällt. Vieles spielt sich auf Augenhöhe ab", sagte der Luxemburger. Als Aufstiegsfavoriten nannte er Saarbrücken, Dresden und Ingolstadt.

Unabhängig davon, dass der FCK aktuell im unteren Tabellendrittel festhängt, bekundete Saibene schließlich noch, wie sehr im die Arbeit beim pfälzischen Traditionsklub erfüllt. "Ich genieße jeden Tag. Mir macht es extrem viel Spaß, auch mit den Jungs", sagte der 52-Jährige: "Ich liebe es jeden Morgen, auf den Betze zu fahren." Jetzt fehlen nur noch Siege, oder? "Ich hoffe, Erfolg zu haben - und hier längerfristig bleiben zu können."

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