Für Jeff Saibene ist beim 1. FC Kaiserslautern Schluss (Foto: imago images, Fotostand)

Fußball | 3. Liga

Nach Aus für Jeff Saibene: Beim FCK wächst die Angst vor der sportlichen Bedeutungslosigkeit

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Der 1. FC Kaiserslautern kommt einfach nicht zur Ruhe. Auf das schwer enttäuschende 0:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden folgte die nächste Trainerentlassung. Beim pfälzischen Traditionsklub wächst die Angst vor dem Absturz in die sportliche Bedeutungslosigkeit.

Zwischen Abpfiff und Trainerentlassung vergingen beim 1. FC Kaiserslautern keine vier Stunden. Der Traditionsklub hat sich nach weniger als vier Monaten von Chefcoach Jeff Saibene getrennt und taumelt nach einem desaströsen Drittliga-Auftritt beim 0:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden mal wieder dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit entgegen.

Nachfolge bleibt zunächst offen

"Aus sportlichen Gründen" seien Saibene und Assistent Ryszard Komornicki mit sofortiger Wirkung freigestellt, wie die Pfälzer nach offenbar nicht mehr besonders langwierigen Beratungen bereits am Samstagabend verkündeten. Wer auf Saibene folgt, blieb zunächst offen.

Der Nachmittag, an dem die Roten Teufel mit der knappen 0:1-Pleite gegen die Hessen noch sehr gut bedient war, bot zuvor jede Menge Symbolik. Saibene stand in seiner letzten Partie auf dem Betzenberg buchstäblich im Regen.  In seinen kurz danach folgenden Interviews referierte er noch zu einer möglichen Ablösung: "Mit mir hat unter vier Augen noch niemand darüber gesprochen. Was im Hintergrund beredet wird, weiß ich natürlich nicht und das interessiert mich auch nicht. Ich denke aber auf jeden Fall, dass ich die Mannschaft noch erreiche. Wir werden das zusammen hinkriegen." 

Anfang Oktober von Schommers übernommen

Am gleichen Abend war er beim FCK Geschichte. Der blutleere Auftritt der Lauterer gab am Ende wohl den Ausschlag für eine weitere Trainertrennung beim FCK, der im Herbst auch schon Boris Schommers rauswarf. Saibene übernahm Anfang Oktober.

Kaiserslautern war gegen Wehen im wahrsten Sinne des Wortes chancenlos und hätte am Ende viel höher verlieren müssen. Einzig Torhüter Avdo Spahic zeigte Normalform und verhinderte eine höhere Niederlage der Pfälzer. Von den benötigten Tugenden im Abstiegskampf war bei vielen Feldspielern wenig bis gar nichts zu sehen.

Jetzt geht es nur noch um den Klassenerhalt

In den verbleibenden 16 Saisonspielen geht es für den viermaligen deutschen Meister nur noch um den Klassenerhalt. Wer auch immer die in vielen Belangen desolat und verunsichert auftretende Mannschaft übernehmen sollte: Auf den neuen Coach wartet eine ganz schwere Aufgabe. Nur 21 Punkte aus 22 Spielen, nur 20 erzielte Tore und nur drei Siege lesen sich für den selbsternannten Aufstiegsaspiranten wie eine Horrorbilanz.

Auch Boris Notzon ist angezählt

Deshalb, aber auch aufgrund des bereits zweiten Trainerfehlgriffs in dieser Spielzeit, steht auch FCK-Sportdirektor Boris Notzon mehr denn je in der Kritik. Eine vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem 41-Jährigen, dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, scheint in den kommenden Tagen nicht komplett ausgeschlossen.

Immerhin haben die Fans ihr Team noch nicht aufgegeben. Nach dem 0:1 gegen den SVWW stellte rund ein Dutzend FCK-Anhänger die Mannschaft vor dem Busparkplatz des Stadions zur Rede. Außer einer Ansprache, um ihr Team für das Derby am kommenden Samstag bei Waldhof Mannheim zu motivieren und ein paar scharfen Worten in Richtung der Spieler blieb jedoch alles ruhig. Die Aktion der Fans zeigt vor allem eins: Die Angst vor dem Sturz in die Regionalliga ist in Kaiserslautern groß.

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