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FCK-Profi Janik Bachmann hatte während des Trainingslagers im türkischen Belek versprochen, einen Bauchplatscher in den eiskalten Hotelpool zu machen, wenn ein YouTube-Video seiner Teamkollegen Dominik Schad und Philipp Hercher mehr als 10.000 Aufrufe bekommt. Die Hürde war schnell genommen.

Wettschulden sind Ehrenschulden und Janik Bachmann ist ein Ehrenmann. Vor zwei Tagen hatte der 1. FC Kaiserslautern das Video hochgeladen, in dem Dominik Schad und Philipp Hercher das Teamhotel des FCK in Belek an der türkischen Mittelmeerküste vorstellen: Pool, Golfplatz, Restaurant, das ganze Programm. Bachmann schien indes nicht so recht an den Erfolg des gut zehnminütigen Films zu glauben und kündigte an: "Wenn dieses Video 10.000 Aufrufe hat, dann mach ich einen Riesen-Bauchplatscher in den kalten Pool rein." Mittwochabend hatte der Clip knapp 15.000 Aufrufe und Bachmann ging baden. Fans und die gesamte Mannschaft hatten ihren Spaß - die neue Leichtigkeit des FCK.

Mitreißende Rede von Sportdirektor Boris Notzon

Nach Bachmanns Bauchplatscher ging es zum sogenannten Fanabend, ein Kennenlernen zwischen Mannschaft und den mitgereisten Fans. Sportdirektor Boris Notzon eröffnete den Abend, bedankte sich für den "überwältigenden Support" und versprach 100 Prozent Einsatz für die restliche Saison: "Wir haben die meisten Auswärtsfahrer und wir haben den höchsten Zuschauerschnitt. Es liegt an uns, an der Arbeit, an der Performance der Spieler auf dem Platz, an Erfolgen, dass wir das noch steigern. Wir wollen die Leute zurückholen, wir wollen erfolgreich sein. Wir wollen uns den Arsch aufreißen, wollen attraktiven Fußball spielen und hoffen natürlich, dass wir das mit dem Trend von vor der Winterpause auch hinbekommen."

Der Fanabend des FCK - ein persönliches Dankeschön an alle Anhänger, die sich auf die weite Reise gemacht haben. Keine durchgetaktete Alibi-Nummer, sondern entspannte Nähe: Zeit für Gespräche, Autogramme, Fotos.

Kapitän Sickinger mit Dank an die Fans

Auch für Carlo Sickinger war es ein gelungener Abend. Nicht lange her, da wurden er und seine Kollegen Woche für Woche nach Spielschluss ausgepfiffen. FCK-Kapitän Sickinger hat dafür rückblickend Verständnis. "Wir haben Anfang der Hinserie definitiv nicht gut gespielt. Der Verein ist sehr emotional, hier gibt es wenig Mittelmaß, entweder Himmel oder Hölle", sagte der Abwehrspieler gegenüber SWR Sport.

Die Unterstützung der vergangenen Wochen aber habe enorm Auftrieb gegeben, so Sickinger. Deshalb blickt er optimistisch in Richtung Rückrunde: "Wir hoffen einfach, dass wir das bestätigen können. Dass wir den Fans das bieten können, was wir ihnen in den letzten Wochen geboten haben."

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