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Das Amtsgericht Kaiserslautern hat heute morgen das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des FCK eröffnet. Die Gläubigerversammlung wurde auf den 29. Oktober im Fritz-Walter-Stadion terminiert. Das bestätigte das Amtsgericht gegenüber SWR Sport.

Eine Verlängerung wird es in diesem "Spiel" wohl nicht geben: Am 31. Oktober muss der FCK seine Unterlagen zur Lizenzierung beim DFB eingereicht haben, erst zwei Tage zuvor wird über den dann vorliegenden Insolvenzplan abgestimmt. Von heute an werden allen Gläubiger angeschrieben und über das weitere Vorgehen informiert. Dauerkartenbesitzer gelten als Kleingläubiger - auch sie haben die Möglichkeit und das Recht, sich einzubringen. Im Gespräch mit SWR Sport hatte Sachwalter Dr. Andreas Kleinschmidt darauf hingewiesen, dass es auch wegen der Dauerkartenbesitzer bis zu 18.000 Gläubiger geben könnte.

Jeder Gläubiger kann sich einbringen

Aber: Nicht jeder Gläubiger muss am 29. Oktober auf den Betzenberg - im fünfköpfigen Gläubigerausschuss werden alle Interessengruppen vertreten. Zudem wird der Insolvenzplan, wenn er fertig und zugelassen ist, verschickt und liegt zur Einsicht im Amtsgericht aus - vermutlich Anfang Oktober. Dann hat jeder Gläubiger die Möglichkeit, sich einzubringen.

Wann steht der Insolvenzplan?

Um das Verfahren zu vereinfachen, erhalten die Gläubiger mit dem Schreiben des Sachwalters bereits den Betrag der Forderung, die sie stellen können. Wie viel Geld dann letztendlich fließt steht noch nicht fest - die Quote könnte zwischen ein bis drei Prozent liegen. In drei bis vier Wochen soll der Insolvenzplan stehen, der dann vom Amtsgericht noch zugelassen werden muss. Die kommenden Wochen werden eine "sportliche Herausforderung", auch weil die Vermögensverhältnisse beim FCK nicht einfach sind.

Schon früh gab es im Gläubigerausschuss Signale für die Fortführung des Spielbetriebs in der 3. Liga. Zudem hat der FCK, der das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchführen kann, eine regionale Investorengruppe gefunden, die den FCK retten soll. Der Sprecher der regionalen Investorengruppe, Guiseppe Nardi hatte vergangene Woche bestätigt, dass die Gruppe mit 8,3 Millionen Euro Eigenkapital beim FCK einsteigen wird. Dafür erhalte man 25 Prozent der Aktien-Anteile der Kapitalgesellschaft der Roten Teufel. Der Vertrag sei zwar noch nicht unterschrieben, es gebe jedoch keinen Verhandlungsbedarf mehr und es seien nur noch Formalitäten zu klären.

Eine treuhänderische Lösung?

Diesen Stand bestätigte das Amtsgericht heute auf Anfrage. Bedingung der Investoren ist die Entschuldung des FCK. Mitte November könnten die Pfälzer dann aus der Insolvenz entlassen werden - um dieses juristisch wasserdichte Verfahren im dann schon laufenden Spielbetrieb durchziehen zu können, wird es vermutlich zu einer treuhänderischen Lösung zwischen dem FCK und den Investoren kommen.

Es scheint, als hätte der FCK seine Hausaufgaben gemacht. Die KGaA hat sich - sportlich gesprochen - für das Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung qualifiziert. Nichts ist mehr vorläufig. Der 29. Oktober steht. Zwei Tage vor dem 100. Geburtstag von Fritz-Walter könnte rund um das Stadion, das seinen Namen trägt, mal wieder gefeiert werden.

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