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Auch nach der kurzen Winterpause sind die Sorgen der Fans des 1. FC Kaiserslautern nicht kleiner geworden. Der größte Wunsch für 2021: Raus aus dem Abstiegskampf der 3. Liga, rein in eine bessere, erfolgreichere Zukunft.

Nur zwei Plätze vor den Abstiegsrängen in der 3. Liga, gerade mal 18 Punkte aus 17 Spielen. Die Erfolge des 1. FC Kaiserslautern in der bisherigen Saison sind bisher mehr als dürftig. Wie die Mannschaft sind auch die Fans bisher nicht so richtig in Fahrt gekommen. Auch Anja Jung nicht. Seit 40 Jahren pilgert sie zum Betze. Leidenschaft und Herzblut für den FCK sind ihre Kern-Kompetenzen. Nun aber, in der Corona-Saison, schaut auch sie vom Weitem zu und sieht ihren Herzensklub fast am Boden der Tabelle. "Es ist sehr traurig. Ich sehe so viele Leute, die auch mal FCKler waren und die mittlerweile sagen 'Oh, ja Anja bleib doch zuhause. Was tust du dir da an?' Aber ich kann das nicht. Für mich gehört der FCK zu meinem Leben dazu."

Trainer Jeff Saibene kommt bei den Fans gut an

Der FCK ist ihr Verein, aber mit dieser Mannschaft kann sich Anja Jung nicht identifizieren, wie viele andere in diesen Tagen. Zu sehr hat das Team versagt in der Saison. Der Trainer ist die "ärmste Sau" sagt sie: "Ich habe den Mann gesehen und ich war bei seinem ersten öffentlichen Training hier und war total angetan. Ich war überzeugt und möchte es eigentlich auch heute noch sein, dass es der richtige Trainer ist."

Viele Fans sind von Jeff Saibene angetan, aber der Luxemburger ist noch nicht erfolgreich. Nur drei Siege in 15 Spielen sind zu wenig. Gerade die ersten drei Spiele im Dezember haben Saibene Kraft gekostet, aber der Coach geht voran: "Wenn ich dann morgens um 10 Uhr reinkomme mit hängendem Kopf, das wäre das falsche Zeichen. Als Trainer musst du, auch wenn es nicht immer einfach fällt, deinen Mann stehen, du bist der Chef. Die Jungs wollen zu dir hoch schauen und Vertrauen haben. Das muss ich ihnen vermitteln. Auch in schweren Zeiten."

Wichtiger Erfolg vor Weihnachten

Der wichtige Auswärtssieg gegen Uerdingen vor Weihnachten war endlich ein Zeichen von Willen und Entschlossenheit.  Ein Stimmungsaufheller, mehr aber nicht. Saibenes Team wird mit Vollgas in dieses Jahr reingehen, meint der Trainer. Es sei fit, es wisse auch, um was es gehe. Saibenes erste Neujahrsansprache war bemerkenswert: "Ich hab mit vielen Leuten gesprochen, die Coronafälle hatten in der Familie, die schwer erkrankt sind. Da ging es mir darum, sich immer wieder zu schützen, es nicht auf die leichte Schulter zu nehmen."

Neuer Chefscout Olaf Marschall

Neu in diesem Jahr ist auch der Chefscout Olaf Marschall, der seit dem 1.Januar mitredet, was Neuzugänge angeht. Saibene und Marschall kennen sich schon lange. Saibene ist  angetan von Marschalls Netzwerk in die Szene. Der Trainer möchte noch in der Offensive etwas tun. Zu sehr haben ihn Stürmer enttäuscht. Ein Knipser für vorne drin, falls Marvin Pourie ausfällt. Ein schneller Spieler über Rechtsaußen könnte Saibene helfen. Spieler mit Mentalität wären wichtig und ein gutes Händchen.

FCK Fan Anja Jung wünscht sich einen Trainer, der "sich nicht verliert, der da weitermacht, wo er angefangen hat und seine Linie beibehält: "Es wäre schön, wenn es jetzt nach der Winterpause einfach mal knallt und unsere derzeitige Mannschaft mal einen Lauf startet. Das wäre das schönste für uns alle", sagt Jung und schaut hoffnungsfroh in die FCK-Zukunft.

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