Hikmet Ciftci sitzt nach der Niederlage in Dresden enttäuscht auf einem Stuhl (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 3. Liga

"Extrem bitter": Situation für den 1. FC Kaiserslautern immer bedrohlicher

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Der 1. FC Kaiserslautern gerät sportlich in der 3. Liga in immer größere Not. Nach dem 3:4 bei Dynamo Dresden stehen die Pfälzer in der anstehenden Englischen Woche mit Heimspielen gegen Türkgücü München und Wehen Wiesbaden unter großem Druck.

Zweimal geführt und am Ende trotzdem verloren: Der viermalige deutsche Meister 1. FC Kaiserslautern taumelt nach dem 3:4 (1:2) zum Rückrundenauftakt der 3. Liga bei Spitzenreiter Dynamo Dresden weiter Richtung Abstieg. Die Roten Teufel sind Drittletzter, die Situation ist bedrohlich wie nie.

"Es fühlt sich ganz, ganz schlimm an"

"Es fühlt sich ganz, ganz schlimm an", sagte Lautern-Trainer Jeff Saibene nach der "extrem bitteren" Niederlage. Dabei zeigte seine Mannschaft eines ihrer besseren Saisonspiele und erzielte erstmals in dieser Spielzeit drei Tore in einer Partie. In der Defensive offenbarten die Pfälzer aber wiederholt eklatante Schwächen. Mangelndes Zweikampfverhalten, schlechtes Stellungsspiel und Schnelligkeitsdefizite in der Abwehr waren gegen die starke Dynamo-Offensive am Ende spielentscheidend.

"Pouriés Chance der Knackpunkt"

"Die Niederlage ist in unserer Situation schwer zu verkraften", gestand Saibene nach den spektakulären 90 Minuten. "Vor allen die Szene zum möglichen 4:2, als Marvin Pourié alleine vor dem Torwart stand, war sicher ein Knackpunkt in der Partie." Bereits zum sechsten Mal in dieser Saison blieb das Team des 52-jährigen Luxemburgers nach eigener Führung ohne Sieg.

Zimmer und Redondo machen Hoffnung

Hoffnung dürfte Saibene der Auftritt des von Fortuna Düsseldorf ausgeliehenen Jean Zimmer machen, der bester Mann in Reihen der Roten Teufel war. Zimmer beeindruckte in seinem zweiten Einsatz nach seiner Rückkehr in die Pfalz mit Ballsicherheit und Schnelligkeit und bereitete zudem das 1:0 von Kenny Prince Redondo vor.

Nach der sechsten Saisonniederlage stehen für den 1. FC Kaiserslautern nun zwei wichtige Heimspiele an. Bereits am Dienstag gastiert der starke Aufsteiger Türkgücü München, am Samstag dann Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden auf dem Betzenberg.

"Es heißt jetzt Moral tanken"

Saibene nahm aus dem Dresden-Spiel die seiner Ansicht nach positiven Aspekte mit in die Englische Woche. "Es heißt jetzt Moral tanken und auf dem aufbauen, was gut war", sagte er: "Wir haben drei Tage, um uns zu erholen und am Dienstag nochmals so eine Leistung zu zeigen, dann hoffentlich mit einem positiven Resultat."

Letzteres ist auch bitter nötig. Denn der Druck auf den stark abgerutschten Traditionsverein nimmt immer mehr zu. Möglich ist, dass dem drohenden Abstieg in den kommenden Tagen mit weiteren Neuzugängen begegnet wird. Im Fokus soll hier in Offensivspieler stehen.

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