Die FCK-Fans wehren sich gegen Carsten Krick im Aufsichtsrat. (Foto: imago images, Elbner)

Fußball | 3. Liga

FCK-Fans skeptisch: Kritik an Merk-Nachrücker Krick wächst

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Nach dem Rücktritt von Markus Merk beim 1. FC Kaiserslautern soll Carsten Krick seinen Platz im Aufsichtsrat einnehmen. Doch der Ludwigshafener steht in der Kritik und wird mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. Einige FCK-Fans beziehen bereits Stellung.

Carsten Krick ist als Nachfolger des zurückgetretenen Markus Merk noch gar nicht im Amt, da steht der 35-Jährige bereits in der Kritik. Und die hat es in sich. Mehrere Hass-Posting und  Verschwörungstheorien aus den letzten Monaten kursieren unter seinem Benutzernamen in Sozialen Netzwerken. Mittlerweile wurden einige dieser Beiträge wieder entfernt. Krick erklärte gegenüber der Zeitung "die Rheinpfalz", dass die Posts nicht von ihm seien und sein Benutzerkonto gehackt worden sei. Er habe die Sache einem Anwalt übergeben.

"Sollten sich die Vorwürfe gegen Carsten Krick als wahr raustellen, ist er nicht für ein Amt beim 1. FC Kaiserslautern geeignet. Das ist nicht mit den Werten des Vereins und von Fritz Walter vertretbar", so die klare Meinung von FCK-Fan und Youtuber Mathias de Behler gegenüber SWR Sport. Er hatte in einem Beitrag auf seinem Youtube-Kanal mehrere Screenshots der  indiskutablen Posts gezeigt. Unter anderem ist dort auch ein Aufkleber mit antisemitischem und homophobem Inhalt zu sehen, der sich gegen den Rivalen 1. FC Saarbrücken richtet. Davon hatte sich der Verein damals in einer Stellungnahme deutlich distanziert und auch scharf verurteilt.

FCK prüfte bereits Sanktionen

Nach Informationen des Portals  "der Betze brennt" wurden wegen solcher Beiträge im Netz bereits Sanktionen gegen Carsten Krick von Vereinsseite geprüft. Passiert, beziehungsweise umgesetzt sei aber nichts. Durch das Nachrücken des Ludwigshafeners, in den Aufsichtsrat ergibt sich eine neue Situation. Mathias de Behler sieht Kricks Zurückweisung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe kritisch. "Warum hat er sich nicht schon früher davon distanziert? Ist ihm das erst jetzt aufgefallen? Er sollte erst dann ins Amt eintreten, wenn die Angelegenheit lückenlos aufgeklärt ist."

Frieder Mathis vom Fanclub "Wir sind Betze" sieht aber auch dringend Handlungsbedarf beim Club. "Der FCK muss die Zulassungskriterien für den Aufsichtsrat ändern. Da kann man nicht jeden zulassen. Es ist ein besonderes Amt." Und auch er ist der klaren Meinung: "Erst Aufklärung und dann Amt. Das beschädigt sonst den FCK."

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