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Wie lautet das Saisonziel des 1. FC Kaiserslautern? Diese Frage stellen sich die Fans, diese Frage bekommen sie aber von FCK-Trainer Marco Antwerpen bisher nicht wirklich beantwortet. Der Coach bleibt bei seiner Prognose sehr zurückhaltend.

Die wohl am häufigsten gestellte Frage in den letzten vier Wochen an Marco Antwerpen vor dem Start in die 3. Liga ist die nach dem Saisonziel des 1. FC Kaiserslautern. Antwerpen lächelt dann immer freundlich und antwortet stets mehr oder weniger gebetsmühlenartig: "Wir wollen das erste Spiel gegen Eintracht Braunschweig gewinnen, das ist ein schwerer Gegner. Und dann schauen wir uns an, wen wir als zweiten Gegner haben und dann gehen wir das genauso an, wie gegen Braunschweig".

Kurz gesagt, mit einer klassischen Fußballer-Floskel: Der FCK schaut von Spiel zu Spiel. Antwerpen will sich nicht festlegen. Er ist, was das klare Formulieren eines Saisonziels angeht, ein Mann der leisen Töne.

Die Stimmung im Kader ist bestens

Einen Vorteil im Vergleich zu vergangenen Spielzeiten hat Marco Antwerpen ganz sicher. Sein Kader steht größtenteils. Kamen in den letzten Jahren häufig erst kurz vor dem Start in die Saison, oder sogar erst danach, viele Spieler auf den Betzenberg, hat FCK-Sportchef Thomas Hengen bis jetzt einen guten Job gemacht. Seit Jahren besteht der FCK-Kader aus vielen Leihspielern. Viele kamen, viele gingen wieder, ohne den Club sportlich weiterzubringen. Das Lauterer Herzblut fehlte oft. Konstanz für den Trainer, eine Mannschaft zu entwickeln war nicht gegeben.

In diesem Jahr scheint das anders. Jean Zimmer wurde fest verpflichtet. Der Kapitän ist Führungs- und Identifikationsfigur im Verein. Mit Daniel Hanslik, Marvin Senger und Felix Götze wurden drei weitere Leihspieler der abgelaufenen Saison wieder an den Betzenberg gelotst. Dazu gekommen sind mit René Klingenburg und Mike Wunderlich noch zwei Drittliga-erfahrene Spieler, die den Unterschied ausmachen könnten. Der Trainer konnte quasi von Beginn an mit einem eingespielten Team in die Vorbereitung gehen: "Die Spieler kommen miteinander gut klar, kennen sich größtenteils schon. Sie wissen, wie sie miteinander umgehen müssen, das ist schon ein Vorteil".

Felix Götze will vor allem Spaß haben

Fakt ist, die Stimmung am Betzenberg ist deutlich zuversichtlicher als in den letzten Jahren. Klar ist aber auch, dass man in Kaiserslautern keine Saison wie die letzte(n) erleben will. Die Angst vor einem Fehlstart bleibt. Felix Götze war in der abgelaufenen Spielzeit ein wichtiger Mann im Mittelfeld des FCK. Götze kam in der Winterpause als Leihspieler vom Bundesligisten FC Augsburg. Nach vielen Verletzungen kam er in Kaiserslautern wieder in Form, war im Endspurt im Abstiegskampf einer der wichtigsten Spieler im Team. Götze konnte ein weiteres Jahr aus Augsburg ausgeliehen werden. Der 23-Jährige ist einer der elementarsten Bausteine im Kader. "Ich will vor allem Spaß haben", sagt Götze im SWR Sport-Interview. "Ich habe eine lange Leidenszeit hinter mir, hier habe ich Spaß auf dem Platz. Der Spiel-Stil passt zu mir, die Mannschaft passt zu mir, ich will einfach auf dem Platz stehen und Spiele gewinnen." Fast eine kleine Liebeserklärung von Felix Götze an den 1.FC Kaiserslautern.

Vorfreude auf Zuschauer auf dem Betze

Erstmals dürfen am 24. Juli gegen Eintracht Braunschweig auch wieder Fans im Stadion zum Saisonauftakt dabei sein. Bis zu 15.000 Zuschauer sind am kommenden Samstag erlaubt. Das ergaben Gespräche und Abstimmungen des FCK mit den örtlichen Behörden. Weder Trainer Marco Antwerpen, noch Mittelfeldspieler Felix Götze haben Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion bisher erleben dürfen. Beide kamen erst nach Kaiserslautern, nachdem Fans aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr ins Stadion durften. "Das ist einfach mega, die anderen aus der Mannschaft haben mir schon erzählt, wie geil das ist, und dass ich das einfach erleben muss und jetzt freu' ich mich einfach drauf", sagt Felix Götze vorfreudig. Mit Fans im Rücken dürfte der Start in einer bessere und erfolgreichere sportliche Zukunft dem 1. FC Kaiserslautern auf jeden Fall leichter fallen.

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