Kevin Kraus vom 1. FC Kaiserslautern (Foto: imago images, Eibner)

Fußball | 3. Liga

FCK gegen MSV - richtungsweisendes Duell der Enttäuschten

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Vor der Saison hätte man vermutet, dass das Duell zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem MSV Duisburg am 14. Spieltag der 3. Liga ein Spitzenspiel zwischen zwei Aufstiegsanwärtern sein wird. Doch die Realität ist für beide Traditionsklubs so dunkel wie die Jahreszeit. Sowohl der FCK als auch der MSV hinken ihren Erwartungen meilenweit hinterher. Die anstehende Partie (Samstag, 14 Uhr) wird für beide Teams richtungsweisend sein.

Was haben der 1. FC Kaiserslautern und der MSV Duisburg gemeinsam? Aktuell (leider) eine ganze Menge: Sie blicken auf eine - zumindest teilweise - glorreiche Vergangenheit zurück- die aber schon lange her ist. Sie hatten beide ursprünglich das Saisonziel, um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mitzuspielen, hängen aber im Tabellenkeller der 3. Liga fest. Es ist das Duell zwischen dem Tabellen-14. und dem Vorletzten. Und sie haben beide schon eine Trainerentlassung in dieser Saison hinter sich. Beim FCK musste Boris Schommers nach dem zweiten Spieltag gehen, er wurde von Jeff Saibene beerbt. Beim MSV wurde der Ex-Kaiserslauterer Torsten Lieberknecht nach dem neunten Spieltag gefeuert, auf ihn folgte Gino Lettieri.

Unter Saibene noch nicht durchgestartet

Saibene sitzt mittlerweile seit elf Spielen auf der Kaiserslauterer Bank. Doch auch unter dem Luxemburger kam der FCK noch nicht so richtig in Schwung. Die Mannschaft hat unter seiner Regie zwar nur eine Partie verloren -aber eben auch nur zwei gewonnen. Acht Mal trennten sich die Pfälzer Unentschieden. Alle am Betzenberg wünschen sich eine Serie - die am besten schon gegen die Zebras starten soll.

"Werden Duisburg nicht unterschätzen"

Doch einfach wird es nicht, auch wenn die Gäste aktuell Vorletzter sind. "Duisburg war sicher in den letzten Wochen nicht so gut drauf, doch wenn man sich die Mannschaft anschaut sieht man, dass da viel Potenzial, vor allem in der Offensive, da ist. Sie haben einige Spieler, die sehr stark sind und sehr viel Erfahrung haben", sagte Saibene zum anstehenden Duell: "Wir werden sie nicht unterschätzen, denn das wäre ein großer Fehler."

Der Matchplan, so der FCK-Coach, steht: "Wir wollen gut verteidigen, hinten kompakt stehen. Das hat uns bisher ausgezeichnet, das ist unsere Stärke. Dazu müssen wir schauen, dass wir die Bälle nicht so schnell verlieren und in den letzten 30 Metern vor dem gegnerischen Tor präziser werden."

Dann, so Saibene weiter, sei er optimistisch. "Klar ist: Wir spielen Zuhause, wir wollen unser Spiel durchbringen, wir wollen gewinnen. Am liebsten jedes Spiel. Die Fans sehnen sich nach Siegen, wir auch, und wir haben auch das Potenzial dazu in der Truppe.

"Wir brauchen Siege"

Es gehe jetzt vor allem darum zu punkten, längerfristige Pläne würden sich aufgrund der aktuellen Situation verbieten. "Es sind noch vier Spiele bis Weihnachten, wir wollen bis dahin ohne Niederlage bleiben", blickte Saibene voraus: "Wir sind seit sechs Spielen ungeschlagen und wollen die Serie fortsetzen. Wir brauchen Siege, wir brauchen die drei Punkte, um dann mit einem guten Gefühl in die kurze Pause gehen zu können."

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