Pyrotechnik (Foto: Imago, Thomas Frey)

Fußball | DFB-Pokal Mainz 05 unterstützt Suche nach Pyro-Zündlern

Der 1. FSV Mainz 05 will der Polizei helfen, die Täter zu finden, die beim DFB-Pokalspiel beim 1. FC Kaiserslautern Pyrotechnik abgebrannt haben. Das sagte 05-Präsident Stefan Hofmann.

Die Pyro-Zündler aus dem Mainzer Fanblock würden nicht zur 05-Familie gehören, erklärte Präsident Hofmann nach einer Vereinssitzung am Montagabend. Den Tätern drohen Haus- und Stadionverbote. Außerdem sollen sie vom Verein ausgeschlossen und in Regress genommen werden. Mainz 05 erwartet hohe Geldstrafen durch den Deutschen Fußball-Bund.

Wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern unterdessen in einer schriftlichen Stellungnahme mitteilte, wurden gegen mindestens zehn Personen ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Nicht nur, weil sie Pyrotechnik abgerannt haben sollen, sondern auch, weil sie vermummt gewesen sein sollen.

Videomaterial wird noch ausgewertet

Die Zahl von zehn Ermittlungsverfahren kann sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch erhöhen, denn noch wurde nicht das gesamte Videomaterial der Polizei ausgewertet. Außerdem hatten sich vier Verletzte gemeldet - in diesen Fällen überprüft die Behörde jetzt, ob die Verletzungen im Zusammenhang mit der Pyrotechnik stehen.

Bei dem Pokalspiel am Samstag, dass der 1. FC Kaiserslautern mit 2:0 gewann, hatten zahlreiche Mainzer Anhänger mehrfach Pyrotechnik gezündet. Nach dem Gegentor zum 2:0-Endstand musste sogar die Feuerwehr eingreifen, ein Banner geriet in Brand. Die Partie musste mehrfach unterbrochen werden.

Mainz 05 droht mit Strafen

Auch der FSV Mainz 05 hatte den Anhängern mit Konsequenzen gedroht. "Wenn wir Leute ermitteln können, werden die in Regress genommen", kündigte der Mainzer Klubchef Stefan Hofmann am Sonntag an.

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