Torwart Lennart Grill liegt auf dem Boden und blickt dem Ball hinterher, der gerade in seinem Tor gelandet ist.  (Foto: Imago, Kruczynski)

Fußball | 3. Liga Kommentar: Schlimmer geht immer beim FCK

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Nach der Niederlage in Chemnitz steht der 1. FC Kaiserslautern auf einem Abstiegsplatz. Der Traditionsverein ist auf direktem Weg in die Regionalliga. Ein Kommentar von SWR-Redakteur Sebastian Zobel.

Der 1. FC Kaiserslautern liegt am Boden. Der K.O. steht unmittelbar bevor. Seit Wochen zeigt die Formkurve der Lauterer steil bergab. Wie so oft in einer sportlich schwierigen Situation haben die Verantwortlichen versucht, mit einem Trainerwechsel den Bock umzustoßen. Doch diese Patrone war nur eine Platzpatrone.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
22:05 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Schwieriger Start für Boris Schommers

Trainer Boris Schommers kann einem schon fast leidtun. Er hatte von Anfang an einen schwierigen Stand bei den Fans, nachdem er Fanliebling Sascha Hildmann als Trainer beerbt hatte. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache. Nur ein Sieg in fünf Spielen unter Schommers. Taktisch agiert die Mannschaft teilweise fahrlässig, vor allem die Abwehr wirkt in vielen Situationen planlos wie eine Schülermannschaft. Zum sechsten Mal in Folge hat der FCK in einem Auswärtsspiel mindestens drei Gegentore kassiert. Das ist die Bilanz eines Absteigers. Deshalb stehen die Roten Teufel jetzt absolut folgerichtig auf einem Abstiegsplatz.

Der FCK ist auf dem Tiefpunkt seiner ruhmreichen Geschichte angelangt. Es brennt lichterloh auf dem Betzenberg und zwar in allen Bereichen. Seit Jahren beten viele Fans einen Satz vor sich her: "Schlimmer kann es doch nicht mehr werden!" Doch, kann es. Der viermalige Deutsche Meister ist gerade auf direktem Weg in die Regionalliga. Und selbst im Amateurfußball gilt: Schlimmer geht immer. Bei einer möglichen Insolvenz drohen dem FCK weitere, unabsehbare Konsequenzen.

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