Boris Schommers, Trainer des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, HBM Media)

Fußball | 3. Liga FCK in Uerdingen unter Druck - Coach Schommers greift durch

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Der 1. FC Kaiserslautern befand sich zuletzt in der 3. Liga im freien Fall. Die Roten Teufel stehen als Drittletzter beim KFC Uerdingen unter großem Druck. Derweil sorgte Trainer Boris Schommers mit personellen Konsequenzen für einen Paukenschlag.

Welches Gesicht zeigt der 1. FC Kaiserslautern beim Gastspiel beim KFC Uerdingen, das in Düsseldorf (Samstag, 14 Uhr) stattfindet? Das hübsche Antlitz, dass die Roten Teufel im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg präsentierten, als sie den Zweitligisten nach großem Kampf aus dem Wettbewerb warfen und ins Achtelfinale einzogen? Oder doch wieder die hässliche Fratze, die zuletzt in der 3. Liga so oft zu sehen war, wo es in den letzten acht Spielen nur zu einem Erfolg reichte?

Klar ist, dass die Pfälzer unter großem Druck stehen. Als Tabellen-18. steht der FCK auf einem Abstiegsplatz - dabei war das Saisonziel, im Aufstiegsrennen zumindest ein Wörtchen mitzureden. Doch nun geht es darum, den Sturz in die Regionalliga zu vermeiden.

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Schommers: "Müssen die leichten Fehler abstellen"

Diese Konstellation will FCK-Trainer Boris Schommers seiner Mannschaft vor dem Gastspiel bei den Krefeldern noch einmal in Erinnerung rufen. "Ich will, dass wir als Mannschaft auftreten. Wir wollen über Zweikampfverhalten, über den Teamgeist und über das Kämpferische ins Spiel finden. Darüber hinaus müssen wir die leichten individuellen Fehler - etwa bei Standardsituationen - abstellen", so der Coach: "Die Spieler, die am Samstag auf dem Platz stehen werden, sind diejenigen, von denen ich denke, dass sie mit der schwierigen Situation umgehen können."

Schommers zog aus der sportlichen Talfahrt indes personelle Konsequenzen. Kapitän Christoph Hemlein, Janek Sternberg und Antonio Jonjic gehören nicht mehr zu Profi-Kader. Dafür holte der FCK-Coach die U21-Spieler Mohamed Morabet, Flavius Botiseriu und Anil Gözütok zur ersten Mannschaft.

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Schommers: "Die Tür für die Spieler ist in beiden Richtungen offen"

"Uns ist die Situation des Vereins sehr wohl bewusst. Wir wollen der Mannschaft Stabilität und Kontinuität geben. Das ist uns in den letzten sechs Wochen noch nicht gelungen, obwohl jeder Spieler die Möglichkeit hatte, sich zu präsentieren. Nach einer Bestandsaufnahme sind wir zu der Entscheidung gelangt, diese Maßnahme jetzt so zu tätigen, weil die aktuelle Hierarchie nicht so ist, wie wir sie haben wollen. Es hat keinerlei zwischenmenschliche Vorfälle gegeben, es sind rein sportliche und strukturelle Maßnahmen", sagte Schommers zu dem vorerst aussortierten Spieler-Trio: "Das ist eine aktuelle Entscheidung. Sie werden jetzt erst einmal mit der zweiten Mannschaft trainieren. Aber die Tür - und das gilt für alle Spieler - ist in beiden Richtungen immer offen."

Schommers legte allerdings auch Wert auf die Feststellung, dass die "Mannschaft intakt ist. Ich hatte nur das Gefühl, etwas ändern zu müssen, damit wir sportlich erfolgreicher sind".

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