FCK-Trainer Boris Schommers und Angreifer Florian Pick (Foto: Imago, Werner Schmitt)

Fußball | 3. Liga FCK-Coach Boris Schommers: "Wollen aus Duisburg etwas mitnehmen"

AUTOR/IN

Verlieren verboten: Der 1. FC Kaiserslautern steht am zwölften Spieltag der 3. Liga einmal mehr vor einem richtungsweisenden Spiel. Die Roten Teufel müssen bereits am Freitagabend (19 Uhr) beim MSV Duisburg ran - und bei einer Niederlage droht das erneute Abrutschen auf einen Abstiegsplatz.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Dort stand der FCK bereits nach der 1:3-Pleite beim TSV 1860 München am zehnten Spieltag. Die Folge war, dass die Unruhe beim pfälzischen Traditionsklub stark wuchs und am nächsten Tag bekanntgegeben wurde, dass der zum Jahresende auslaufende Vertrag von Geschäftsführer Martin Bader nicht verlängert wird. In der Woche darauf gelang Kaiserslautern gegen das noch sieglose Schlusslicht FC Carl-Zeiss Jena (3:1) ein Pflichtsieg, der die Gemüter rund um den Betzenberg zumindest etwas abkühlte, zumal der Sprung auf Rang 15 gelang. Doch klar ist auch, dass das nicht der Anspruch in Kaiserslautern ist, die Roten Teufel noch längst nicht aus dem Gröbsten raus sind und in der 3. Liga dringend nachlegen müssen.

Duisburg kämpft gegen die Krise

Am besten schon in Duisburg. Doch der westdeutsche Traditionsklub stellt eine hohe Hürde da - trotz eines Umbruchs nach dem Zweitliga-Abstieg im Sommer. Der MSV, bei dem mit Torsten Lieberknecht ein Trainer mit FCK-Vergangenheit als Spieler auf der Bank sitzt, startete stark in die Saison und steht trotz zuletzt drei Pleiten in Folge als Vierter noch gut da. Doch der Trend zeigt nach unten - deshalb stehen auch die Zebras unter Druck, die Negativserie zu beenden.

Schommers erwartet "kampfbetontes Spiel"

Dementsprechend erwartet der neue FCK-Trainer Boris Schommers einen starken Gegner, der unter Zugzwang steht. "Beim MSV klappt auch gerade nicht alles, wie die letzten Ergebnisse zeigen, trotzdem stehen sie auf Rang vier", so der Coach: "Ich glaube, dass der MSV sehr wach sein und uns nicht auf die leichte Schulter nehmen wird. Ich denke, das wird ein sehr kampfbetontes Spiel."

Die Stärken des MSV sind Schommers bewusst: "Sie haben eine sehr starke Offensive mit ihrem Top-Torschützen Moritz Stoppelkamp (bisher neun Treffer, Anm. d. Redaktion). Dazu sind sie gut im Passspiel und haben in allen Mannschaftsteilen viel Qualität. Wenn sie die auf den Platz bringen, sind sie in allen Bereichen gefährlich. Unser Ziel ist es, das zu unterbinden."

Schommers sieht der Partie trotz der klar verteilten Favoritenrolle optimistisch entgegen: "Wir hatten in der Länderspielpause zwei gute Wochen und haben gut gearbeitet. Zudem hatten wir ein gutes Testspiel (4:0 gegen Düdelingen, Anm. d. Redaktion), aus dem wir einige Erkenntnisse gewinnen konnten."

Dauer

"Wichtig war, dass wir gegen Jena gewonnen haben"

Aus dem Erfolgserlebnis vor der Länderspielpause gegen Jena könne seine Mannschaft zudem einiges mitnehmen, so Schommers weiter: "Wichtig war, dass wir Zuhause mal gewonnen haben, dass wir gesehen haben, dass das möglich ist." Für den FCK war es am elften Spieltag der 3. Liga der erste Heimsieg der Saison.

Die "schwarze Serie" des FCK spielt für Schommers keine Rolle

Die "schwarze Serie" des FCK - den Roten Teufeln gelangen seit fast einem Jahr keine zwei Siege in Serie - spiele in den Köpfen seiner Spieler keine Rolle, so Schommers. "Wir gehen wie immer motiviert in das Spiel und haben zuletzt auswärts ordentliche Ergebnisse erzielt", sagte der 40-Jährige: "Unser Ziel lautet, etwas mitnehmen zu wollen."

AUTOR/IN
STAND