Enttäuschte Profis des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Jan Hübner)

Fußball | 3. Liga Ein harter Hund für den 1. FC Kaiserslautern?

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Der 1. FC Kaiserslautern steht nach der Entlassung von Sascha Hildmann mal wieder ohne Coach da. Co-Trainer Alexander Bugera übernimmt vorläufig, aber schon beim Heimspiel gegen Magdeburg (Samstag, 14 Uhr) soll möglichst ein neuer Cheftrainer auf der Bank sitzen.

Die Sonne scheint auf den Trainingsplatz unterhalb des Fritz-Walter-Stadions, Interimscoach Alexander Bugera ruft laute Anweisungen über den Platz: die Spieler üben Zwei gegen Zwei. "Komm, komm… ja, gut so" - immer wieder feuern sich die Profis gegenseitig an. Es wirkt, als wolle die Mannschaft ein Zeichen setzen, den etwa 50 bis 60 Kiebitzen zeigen, dass sie es ernst meint, dass sie kämpft.

"Wir haben nicht gegen den Trainer gespielt"

Mittelfeldspieler Florian Pick

Am Samstag wollen sie es allen beweisen, dass sie es können, sagt Mittelfeldspieler Florian Pick. Das 1:6-Debakel von Meppen sei schwer zu erklären. "Ich habe auch schon von vielen gehört, dass wir gegen den Trainer gespielt hätten. Das kann ich einfach nicht bestätigen, weil wir da doch einen Plan hatten vor dem Spiel, dass wir die unbedingt schlagen wollten", sagt Pick.

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22:05 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Ohne Herz und Leidenschaft

Aber es habe irgendwie nicht funktioniert, so der in der aktuellen Saison beste FCK-Torschütze. In der Halbzeit hätten sie angesprochen, was nicht klappt, aber irgendwie habe es keiner auf dem Platz umsetzen können. "Es war so eine gewisse Trägheit in der Mannschaft vorhanden", sagt Pick. Es habe an allem gefehlt, was man beim FCK brauche, Leidenschaft, Herz und Willen!

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Ein harter Hund für Lautern

Auf dem Platz sind die Lauterer Profis inzwischen schon ordentlich aus der Puste. Bugeras Training ist hart. Das sehen die Fans gerne. Das sei eine Einheit nach seinem Geschmack, sagt Kevin Götz, der extra aus Wörth am Rhein angereist ist. Er hat die Niederlage in Meppen live miterlebt und ist noch immer schockiert von der Leistung. Daher findet er, der neue Trainer müsse ein richtig harter Hund sein: "Aus der Scheiß-3.-Liga muss man unbedingt raus. Da muss ein harter Hund her - unbedingt. Treppen sind ja genug da auf dem Betze. Da kann man die Spieler mal scheuchen."

"Treppen sind ja genug da auf dem Betze. Da kann man die Spieler mal scheuchen"

FCK-Fan Kevin Götz
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Wer der neue sein soll, da sind auch die Fans unentschlossen: Felix Magath wird gerne genannt. Aber auch Typen wie Marco Antwerpen oder Markus Anfang könnten sich die FCK-Anhänger vorstellen.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Aber egal, wer es am Ende wird, Heinz Herrmann aus Kaiserslautern ist optimistisch, dass wieder gute Zeiten für seinen Lieblingsverein kommen: "Wir haben nur neun Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz, zwar nur einen Punkt auf den Abstiegsplatz, aber damit befasse ich mich nicht. Am Ende stehen wir auf einem Aufstiegsplatz und sind dann in der 2. Liga."

Wenn es nach den FCK-Verantwortlichen geht, dann soll bis Freitag der neue Mann gefunden sein. Denn am Samstag kommt Magdeburg auf den Betzenberg - und da soll unbedingt der erste Heimsieg dieser Saison her.

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